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Börnicke

Geschichte | Ortsbeschreibung | Dorfkirche

Geschichte

Das Dorf "Borneke" wurde in einer Urkunde von 1300, in der dem Kloster Friedland der Besitz seiner Güter in der Mark bestätigt wurde, erstmals urkundlich erwähnt. Vermutlich hatte das Nonnenkloster noch bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts Besitzungen in Börnicke. Zum Ende dieses Jahrhunderts sind dann bis 1672 die von Arnim in Biesenthal die alleinigen Besitzer des Dorfes. Dann wechselten die Herren von Börnicke häufig bis 1892 der Neffe von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Ernst von Mendelssohn-Bartholdy, das Gut erwarb und mit seiner Familie in das vom Architekten Bruno Paul erbaute Schloss zog. Die Grabanlagen der Familie Mendelssohn-Bartholdy sind noch heute auf dem Dorffriedhof zu sehen. Das recht schmucklose Schloss ist derzeit ungenutzt und dem Verfall preisgegeben.

Ortsbeschreibung

Das Angerdorf Börnicke liegt nur wenige Kilometer südöstlich von Bernau. Das einst typische Guts- und Bauerndorf hat seine Eigenart bis heute weitgehend erhalten. Schöne kleine Häuser zieren die Dorfstraße.

Das bedeutendste Bauwerk des Dorfes ist die Kirche, ein spätromanischer Granitquaderbau, der im Kern noch aus der Mitte des 13. Jahrhunderts stammt.

Dorfkirche

Frühgotischer Granitquaderbau in regelmäßiger Schichtung aus der Mitte des 13. Jahrhunderts mit eingezogenem Chor und hohem Westturm (Chorquadratkirche mit Turm).


Einmalig für den Barnim ist die Gestaltung der Ostseite mit nur einem - heute verändertem - Mittelfenster, umrahmt von zwei Blenden. Das unterspitzbogige Westportal besitzt dreifach abgetrepptes Granitgewände. An der Südseite des Turmes befindet sich eine vermauerte Rundbogentür mit Feldsteingewölbe, die den Zugang zu einer in der Mauer verlaufenden Steintreppe zum ersten Stock bildete.
Im 16. Jahrhundert erhielten der Turm Giebel mit Fialen aus Ziegelmauerwerk und die Kirche den südlichen Anbau.

Das Schiff besitzt heute Kreuzgewölbe mit Birnstabrippen und der Chor eine Balkendecke. Nach 1773 und 1883 veränderte man alle Fenster der Kirche. 
Den Altartisch aus behauenem Feldstein schmückt ein Kruzifix. Zwischen den zwei Tafelbildern an der Ostwand befindet sich das mit Glasmalerei versehene Chorfenster. 

Die im Nordteil des Chorraumes stehende Kirchenältestenbank entstand um 1680. Auf ihrer Rückwand in Rundbogenfeldern auf Holz gemalt 10 Apostel. Die beiden übrigen Apostel befinden sich auf Brüstung der Bank, zusammen mit gemalten biblischen Sprüchen. Die hölzerne polygone Kanzel sowie die Sandstein-Taufe datieren aus dem Ende des 19. Jahrhunderts.

Die Orgel auf der Westempore wurde im Jahre 1883 vom Berliner Orgelbaumeister Albert Lang erbaut.
Im Jahre 1992 wurde der Turm neu eingedeckt. Das Äußere der Kirche bedarf der dringenden Sanierung und Restaurierung.

© Märkische Eiszeitstraße, Ebert, Busse, de Taillez, 2003

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16.05.2012

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