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Brodowin wurde von niederländischen und deutschen Bauern gegründet. Die Jahrhunderte lange Naturverbundenheit der Brodowiner resultierte nach der politischen Wende 1989 in der Entstehung des „Ökodorfes Brodowin“. Das Ökodorf Brodowin gilt heute als größtes Ökoobjekt in Europa und größter Demeterbetrieb in Deutschland. In seiner 20jährigen Entwicklung blickt das Dorf auf eine engagierte Geschichte im Bereich der ökologischen Produktion und des Naturschutzes zurück.

Im Hofladen des Ökodorfes Brodowin kann man das Landleben schmecken. Das Angebot umfasst die komplette Vielfalt des Ökodorfes: frisches Gemüse, Milch, Quark, Brot, Eier, Mozzarella, Salami, Käse und Saft – alles aus eigener Produktion. Das Frischeprinzip lautet hier: Morgens geerntet, mittags im Laden! Ein umfangreiches Sortiment an weiteren ökologischen Produkten machen den BIO-Einkauf perfekt.

Der deutsche Kunsthistoriker Georg Dehio bezeichnete die Choriner Klosterkirche 1906 als das „bedeutendste und edelste Werk der Frühgotik im Gebiet des norddeutschen Ziegelbaus“. Tatsächlich gilt das sechs Kilometer nördlich von Eberswalde gelegene Zisterzienserkloster mit dem gut erhaltenen und berühmten Westgiebel als eine Ikone der deutschen Baugotik. Der Choriner Musiksommer, viele andere Konzerte und Theateraufführungen vor der Kulisse des Klosters ziehen jährlich tausende Besucher in Ihren Bann.

Die Solarfähre Gertrude schippert die Besucher des Klosters Chorin lautlos an das andere Ufer des Amtssees in Chorin. Wer sich die Wegstrecke zwischen Bahnhof und Kloster ein wenig verkürzen möchte, lässt sich vom Fährmann direkt übersetzen. In der Nähe der Anlegestelle am Ostufer befinden sich der GeSchänkeLaden und die Choriner Filzwerkstatt. Das Westufer hat bietet sportliche Betätigung auf einer Minigolfanlage.

In ungewohnten Serpentinen schlängelt sich die Straße von Eberswalde zum einstigen Fischerdorf Liepe. Wer seinen Ausflug in den Barnim mit einem Einkaufsbummel oder einem Mittagessen auf dem Gutshof in Liepe verbindet, unterstützt damit die wertvolle Arbeit EJF-Lazarusgesellschaft. Diese schaffte mit dem Betrieb des Restaurants, des Scheunenladens und der Markt- und Festscheune Integrationsbetriebe zur Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen mit schwerer Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt.

Lunow liegt in einem Talkessel und am Abhang der Randberge der Uckermark. Der Dachboden des Gemeindehauses beherbergt hier die Geschichte der Lunower. Alte Gegenstände, Bilder und Dokumente bezeugen das Leben des Ortes über Generationen hinweg. Besonders interessant sind die zahlreichen Geschichten und Sagen des kleinen Dorfes, die z. B. die Ereignisse rund um die Kruse Fichte erzählen oder auch die Geschehnisse um die Familie Bertram.

Das Schiffshebewerk Niederfinow ist das älteste der heute in Deutschland im Betrieb genommenen Hebewerke. Im Hinblick auf die Besucherzahlen ist es zudem die unangefochtene Nummer eins. Vermutlich ist es die gelungene Einigkeit von Technik, Landschaft, Mensch & Wasser, die jährlich hunderttausende von Besuchern in ihren Bann zieht. Die Einblicke in die Funktionsweise des Hebewerkes und die grandiosen Ausblicke auf das Niederoderbruch, die Höhen von Falkenberg und Liepe beeindrucken dabei Jung und Alt gleichermaßen. Seit dem Jahre 2008 wird neben das geschichtsträchtige alte Schiffshebewerk ein Neues gebaut.

Im Binnenschifffahrtsmuseum Oderberg werden Geschichten erzählt, Geschichten über die Entwicklung der Fischerei, der Flößerei und den Wasserstraßenbau im Odergebiet. Werkzeuge, Ausrüstungen und Modelldarstellungen geben Einblicke in die Entwicklung der Oderschifffahrt von der Vergangenheit bis in die Neuzeit. Die Freilichtausstellung mit dem Elbe-Seitenraddampfer RIESA rundet das Ensemble der Ausstellungsstücke ab.

Im Ortsteil Pehlitz des Ökodorfes Brodowin liegt der Pehlitzwerder, ein erstaunliches Fleckchen Erde. In Abhängigkeit vom Wasserstand des großen Parsteiner Sees handelt es sich um eine Insel oder Halbinsel, die bereits seit Jahrtausenden besiedelt ist. Außergewöhnlich ist der alte Baumbestand. Die älteste Zeitzeugin ist eine 550jährige Winterlinde. Die teilweisen Bizarren Wuchsformen der nahezu 200 Altbäume begründen den Schutz des Pehlitzwerder als Naturdenkmal.

Die Geschichte der Klosterruine Mariensee begann als sich die askanischen Markgrafenbrüder, Johann I. und Otto III., die Herrschaft des Landes teilten. Das Kloster Lehnin galt als das Hauskloster des Markgrafen Otto III. und seiner Nachfahren. Somit war es notwendig auch Johann I. und seinen Nachkommen eine Grablege zu erbauen. Im Jahre 1260 begannen die Zisterzienser mit dem Bau des Tochterklosters Mariensee auf dem Pejlitzwerder. Die Fundamentreste belegen noch heute die geplante dreischiffige romanische Basilika von gewaltigen Abmessungen. Das Jahr 1272 brachte eine entscheidende Wende. Die Mönche entschlossen sich das Kloster in die unmittelbare Nähe des Choriner Sees zu verlegen. 1273 bestätigte der Markgraf die offizielle Verlegung und es erfolgte die Umbenennung in Kloster Chorin.

Der „Gipfel“ des kleinen Rummelsberges liegt ca. 81 Meter über dem Meeresspiegel. Der elliptische Hügel erhebt sich südlich von Brodowin und bietet seinen Bezwingern einen herrlichen Rundumblick auf den Pehlitzsee, den Parsteinsee und den Wesensee bis hin zum Rosinsee. Wildbirnen, Waldkiefern, Wiesensalbei, Hornklee und viele andere Blüten verleihen dem Hügel bis in den späten Herbst eine hübsche Blütenpracht.

Der Geologische Garten Stolzenhagen führt seine Besucher durch die Eiszeit und die daraus resultierende Landschaft im nördlichen Brandenburg. Junge Entdecker und geologisch Interessierte verfolgen hier die Wandlung der kalten Sandwüste zum See, blicken in das innere der Eiszeitfindlinge und betrachten Fossilien. Auf Wunsch können Jung und Alt selbst Steine bearbeiten oder sich von einem fachkundigen Führer die Geschichte der Eiszeit erklären lassen.