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Geschichte | Ortsbeschreibung | Märkisches Backofendorf | Dorfkirche
Geschichte
Danewitz ist die kleinste zum Amt Biesenthal gehörende Gemeinde. Die Lage des Ortes an der "Via Bizdal", einer schon im Jahre 1264 erwähnten Handelsstraße, war für die Entwicklung desselben förderlich. 1364 erstmals in Urkunden genannt, gehörte das Dorf das gesamte Mittelalter hindurch zur Burg Biesenthal, welche von 1426 – 1577 der Familie von Arnim gehörte.

Ortsbeschreibung
Danewitz, ca. 4 Kilometer südlich von Biesenthal gelegen, hat über die Zeit hinweg seinen Charakter als Straßenangerdorf und Bauerngemeinde bis heute weitgehend erhalten. In der alten Dorfstraße steht die Dorfschmiede aus dem Jahr 1595. Bis 1960 wurde sie als Hufschmiede genutzt und 1986 bis 1988 rekonstruiert. Zu besonderen Anlässen wird dort wieder ein Schmiedefeuer entfacht. Die Schmiede steht unter Denkmalschutz. Die Dorfkirche ist ein rechteckiger Feldsteinbau aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Sie wurde 1826 Opfer eines Großbrandes. Unmittelbar danach wurde sie wieder aufgebaut, verlor aber ihren mittelalterlichen Charakter. Der Westturm ist ein Backsteinbau aus dem 19. Jahrhundert.

Märkisches Backofendorf
Nach einem großen Brand im Jahre 1826 entstanden um 1850 in den Bauerngärten in sicherer Entfernung von den Gehöften auf freiem Feld zwölf Backöfen in Feldsteinbauweise. Sie waren noch lange nach dem 2. Weltkrieg in Benutzung. 1995 lebte dieser alte Brauch des Brot- und Kuchenbacken in den Feldsteinöfen wieder auf und es gibt heute in jedem Jahr ein Backofenfest. Organisiert wird es vom Förderverein "Märkisches Backofendorf". Aber auch zu anderen Anlässen gibt es frisch gebackenes Steinofenbrot und selbstgebackenen Kuchen.

Dorfkirche
Die Dorfkirche Danewitz, ein rechteckiger Feldsteinbau mit eingezogenem Chor und Apsis, stammt aus der Mitte des 13. Jahrhunderts.
Das Vorhandensein von Rundbögen und der Grundriss der Kirche erzeugen einen ausgesprochen altertümlichen Charakter des Gebäudes.
1826 wurde die mittelalterliche Kirche Opfer eines Großbrandes. Unmittelbar danach erfolgte ihr Wiederaufbau, dabei verlor sie aber ihr mittelalterliches Aussehen. Schiff und Chor wurden durch Backsteinmauern aufgestockt und der quadratische Backsteinwestturm angefügt.
Bei der inneren Restaurierung 1969 blieben die ursprünglich rundbogigen Öffnungen vermauert erhalten. Ältere Ausstattungsstücke, bis auf den klassizistischen Taufständer aus Tonguß von 1834, sind keine mehr erhalten.
© Märkische Eiszeitstraße, Ebert, Busse, de Taillez, 2002