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Hirschfelde

Geschichte | Ortsbeschreibung | Dorfkirche

Geschichte

Das Angerdorf Hirschfelde wurde 1268 als Besitz des Klosters Zinna erstmals urkundlich erwähnt. Nach mehr als 100jähriger Zugehörigkeit zum Kloster war der Ort im Besitz wechselnder Herrschaften. 1904 ging das Gut in Eigentum von Kommerzienrat Arnold über, welcher neuzeitliche Umgestaltungen vornahm.

1906 schenkte Arnold, der ein Förderer von Kunst und Kultur war, seiner Frau ein Waisenhaus, in dem junge Mädchen eine vorzügliche Erziehung erhalten sollten. Das ehemalige "Johanna-Heim", ein denkmalgeschütztes Objekt mit hohen Walm- bzw. Giebelmansardendächern, beherbergt heute die "Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein". Hier werden mit jungen Leuten Seminare abgehalten und Großveranstaltungen durchgeführt. Umgestaltungen vornahm.

Ortsbeschreibung

Das Hirschdenkmal auf dem Anger am Dorfteiche ist das "Wahrzeichen" des Ortes. Die Gutsanlagen mit Herrenhaus, Park, Inspektorhaus, Wirtschaftshof, Försterei, Brennerei und Wasserturm sind noch erhalten, wenn auch in keinem guten Zustand. Auf dem Gelände befindet sich ein Reiterhof. Das Herrenhaus ist in Privatbesitz und wird gegenwärtig restauriert. Der hinter dem Herrenhaus liegende Park besitzt einen wertvollen Baumbestand und Reste früherer Anlagen.

 

Empfehlenswert ist eine Wanderung auf dem Hirschfelder Rundweg oder dem Heiderundweg. Sie führen durch die landschaftlich schöne Feldmark und hügeligen Waldlandschaften.

Dorfkirche

Die Dorfkirche in Hirschfeld ist ein Feldsteinbau aus der Mitte des 13.Jahrhun- derts mit einem breiten Schiff, einem eingezogenen Chor und einem Westquer- turm in Chorbreite mit spätmittelalterlichem Glockengeschoß (Chorquadratkirche mit Turm). Hinsichtlich der Turmbreite ist die Hirschfelder Kirche ein Sonderfall.

An der Südseite des Chores befindet sich eine vermauerte spitzbogige Priesterpforte. Die anderen Öffnungen sind im 19. Jahrhundert vergrößert worden.

Die Innenausstattung ist schlicht und besteht aus dem gemauerten Altartisch, der Kanzel und der Sandsteintaufe.
Das Schiff ist seit 1945 eine Ruine, Chor und Turm sind wieder instandgesetzt.

© Märkische Eiszeitstraße, Ebert, Busse, de Taillez, 2003

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17.05.2012

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