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Krummensee

Geschichte | Ortsbeschreibung | Dorfkirche

Geschichte

Der Ort wurde bereits 1241 und 1247 im Zusammenhang mit Hebungen (Abgaben) und Landerwerb der Spandauer Benediktinerinnen erwähnt. Mit diesem frühen urkundlichen Nachweis ist Krummensee eines der ältesten Dörfer im Barnim. 1251 verkauften die Markgrafen Johann und Otto den Ort an das Kloster Lehnin und 1416 wurde das Adelsgeschlecht von Krummensee mit dem Dorf belehnt. Vermutlich hatten sie ihren Stammsitz am Haussee. Das "Feste Haus" muß bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts gestanden haben, denn 1709 ist die Rede vom vorigen Wohnhaus am See und dem neuen Haus des Arrendators (Pächters) an der Straße. Der Keller wurde noch lange genutzt. 1586 wird das Gut verkauft und über mehrere Besitzer, u.a. des Grafen von Schwerin, gelangte es schließlich 1708 in die Hand des Königs und wird dem Amt Löhme zugeordnet.

Ortsbeschreibung

Das Ortsbild läßt bauliche Vielfalt erkennen. Es gibt Bauerngehöfte mit schönen Stuckfassaden, Stallungen und Wirtschaftgebäude aus Feldsteinen und modernisierte frühere Landarbeiterhäuser.
In jüngerer Zeit lockt die ruhige Wohnlage auch bauwillige Städter hierher. Erholung und Entspannung bietet der direkt am Dorf gelegene romantische Haussee, deren große Rasenfläche zum Baden und Sonnen einlädt.
Die im 13. Jahrhundert errichtete Feldsteinkirche war ein rechteckiger Saal mit geradem Chorabschluß. Der hohe Westquerturm stammt vermutlich aus der zweiten Hälfte des 15. oder dem Beginn des 16. Jahrhunderts. Im 19. Jahrhundert erhielt die Kirche ein neogotisches Backsteinquerschiff. In neuerer Zeit saniert, finden hier auch Konzerte, Lesungen und Führungen statt.

Dorfkirche

Die Kirche von Krummensee wurde im 13. Jahrhundert errichtet. Es war ein langestreckter Rechtecksaal aus regelmäßigen Feldsteinquadern mit geradem Chorabschluß. Der dem Schiff in gleicher Breite vorgebaute 22,2 m hohe Turm aus unregelmäßigen Feldsteinen mit Eckquadern aus Kalkstein stammt vermutlich aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts. Die rundbogigen Schallfenster und die drei spitzbogigen Giebelblenden sind mit Ziegel- einfassung. Eine besondere Zierde des Turmes ist das Westportal aus Rüdersdorfer Kalkstein. 1866 wurde die Kirche durch ein neugotisches Querschiff aus Backsteinen erweitert.

Im Innern besitzt die Kirche eine Balken-/Bretterdecke und eine Westempore. Der hölzerne Altar wird mit einem Kreuz geschmückt. Die ebenfalls hölzerne Kanzel entstand am Ende des 19. Jahrhunderts. Die Brüstungsfelder des polygonen Kanzelkorbes sind mit Schablonenmalereien (um 1900) versehen, die im Jahre 1998 freigelegt und erneuert wurden. Die aus Kalkstein gearbeitete Taufe hat ihre Entstehungszeit im ausgehenden 15. Jahrhundert.

Im Jahre 1996 wurde der Turm und 1997 das Kirchenschiff saniert.

© Märkische Eiszeitstraße, Ebert, Busse, de Taillez, 2003

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17.05.2012

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