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Lanke

Geschichte | Ortsbeschreibung | Liepnitzsee | Dorfkirche

Geschichte

1315 erscheint Lanke erstmals in einer Urkunde. Die Geschichte des Dorfes wird geprägt durch einen ständigen Besitzerwechsel, wobei solche bekannte Adelsfamilien, wie die von Arnim, von Sparr sowie die Grafen von Redern zu den Herren von Lanke zählten. 1914 erstand die Stadt Berlin die Redern’schen Besitzungen in Lanke und Umgebung. 1867/68 entstand die neugotische Backsteinkirche des Dorfes.
Das Lanker Schloss, 1856/59 im Stile der französischen Renaissance erbaut, war nach dem Krieg Krankenhaus und Altersheim. Die Rekonstruktionsarbeiten von 1970 haben die Qualität des Bauwerkes leider so gemindert, dass es von der Denkmalsliste gestrichen werden musste. Jetzt steht es schon seit einigen Jahren leer. Der große, einst von Lenné umgestaltete Schlosspark, in den er auch wesentliche Teile des Hellsees einbezog, ist auch heute noch mit seinen alten Bäumen und gestalteten Sumpfpartien eine landschaftliche Sehenswürdigkeit.

Ortsbeschreibung

In einem reizvollen Gletscherwasser-Abflusstal mit klaren Rinnenseen liegend, erreicht man den von Wald umgebenen Ort am besten über die Autobahnabfahrt gleichen Namens.
Der Ober- und der Hellsee sind beliebte Ausflugsziele. Ersterer bietet gute Bademöglichkeiten und ansprechende Restaurants, wogegen der Hellsee ein Geheimtip für Angler und Ausgangspunkt für Wanderungen ist. Ein Wanderweg rund um den Hellsee beginnt am Wanderstützpunkt Hellmühle des Touristenvereins "Die Naturfreunde".
Am Abfluss des Hellmühlenfließes steht eine sehr alte Wassermühle, die Hellmühle, welche bereits 1347 urkundlich erwähnt wird. Dem Markgrafen gehörig, kam sie später zu den Probsteigütern in Bernau und 1536 an das Berliner Domstift. Dieses verkaufte Gut und Mühle an eine Privatperson mit folgendem mehrfachen Besitzerwechsel. Ab 1950 Landschulheim und später Jugendherberge stand das als "Denkmal für Produktions- und Verkehrsgeschichte" unter Schutz gestellte Haus seit 1989 leer. 2001 kam das inzwischen in Eigentum einer jüdischen Stiftung übergegangene Grundstück wieder in private Hand.

Liepnitzsee

Ein Ortsteil von Lanke ist das nur aus wenigen Häusern bestehende Ützdorf. Es wurde bereits 1294 in Zusammenhang mit einer Wassermühle genannt, die nachweislich bis Ende des 17. Jahrhunderts in Betrieb war. 1920 schuf der Berliner "Wandervogel-Verein" eine Jugendherberge, die heute noch Wanderern und Erholungssuchenden zur Verfügung steht. Inmitten von Buchenaltholzbeständen liegt der beliebte Liepnitzsee. Er zählt zu den schönsten und klarsten Seen Brandenburgs und ist ein ausgesprochener Besuchermagnet. Es lohnt sich auf jeden Fall, hierher zu fahren oder zu wandern. Der See ist etwa 100 Hektar groß, 3.000 Meter lang, 1.000 Meter breit und 27 Meter tief. Mitten im See liegt der "Große Werder", eine 34 Hektar große Insel, Teil der Endmoräne, mit 3 Campingeinrichtungen, zahlreichen Badestellen und einem Selbstbedienungsrestaurant. Zum "Großen Werder" verkehrt stündlich eine Fähre. Aber auch schwimmend ist die Insel erreichbar.

Dorfkirche Lanke

Der Neubau von 1867/68, ein neogotischer Backsteinbau mit einer fünfseitigen Apsis und Westturm, steht an der Stelle einer abgebrannten Vorgängerin. Diese soll eine einfache Fachwerkkirche mit Turm gewesen sein.
Im Inneren hat die Kirche eine Balken/Bretterdecke und eine Westempore, die von Pfeilern gestützt wird. Mitten unter der Kirche war eine herrschaftliche Familiengruft mit 6 Särgen der Familie von Happe (Gutsbesitzer bis 1764).

© Märkische Eiszeitstraße, KAG Heidekrautbahn, Ebert, Busse, 2002

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17.05.2012

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