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Löhme

Geschichte | Ortsbeschreibung | Dorfkirche

Geschichte

Löhme gehörte laut Landbuch 1375 als Rittersitz den Gebrüdern Wulff. Im 15. Jahrhundert ist eine Familie Schlegel Besitzer des Dorfes. Wahrscheinlich ist Löhme dann teilweise wieder an den Kurfürsten gefallen, denn dieser tauscht 1577 seinen Teil gegen den Franz von Arnim gehörenden Anteil von Biesenthal. Bis zum zweiten Drittel des 17. Jahrunderts ist Löhme in Besitz der Arnims. 1661 stirbt Bernd von Arnim-Boitzenburg und hinterläßt neben Schulden u.a. ein völlig verwahrlostes Löhme. Der Besitz gerät in Zwangsverwaltung mit verschiedenen Besitzern. 1735 kaufte es der Kronprinz. Von da ab ist bis Ende des 2. Weltkrieges Löhme Domänenamt. 1999 wird das Dorf eingemeindet und Ortsteil von Seefeld.

Ortsbeschreibung

Der am Haussee gelegene Ort ist von Seefeld (B 158) oder von Bernau aus über Börnicke leicht zu erreichen.

Im Dorf steht eine spätgotische Feldsteinkirche aus dem 15. Jahrhundert mit einem quadratischen Westturm aus dem 16. Jahrhundert. Eine ehemalige, aus Feldsteinen erbaute kleine Dorfschmiede (Ende 19. Jahrhundert) findet man im Zentrum des Dorfes. Sie steht aufgrund ihrer geschichtlichen und ortsbildprägenden Bedeutung unter Denkmalschutz. Im Ort kann man heute noch typische Bauernhöfe sehen. Am Haussee liegt der ehemalige Gutspark mit prächtigen Baumgruppen und einem Ginkgobaum. Löhme verfügt über zwei Reiterhöfe und eine Badestelle lädt zum Baden ein.

Dorfkirche Löhme

Schlichter spätgotischer Saalbau mit dreiseitigem Chorschluß und breitem, gegenüber dem Schiff jedoch einspringendem Querturm mit hohem Satteldach. Als Baumaterial diente unverputzte, unregelmäßige Feldsteine, für die Ecken behauener Kalkstein.

 

Inmitten der Nordfront des Schiffes befindet sich eine Spitzbogenpforte mit Formsteingewände, im Westen eine niedrige Ziegelpforte. Als Bauzeit der Kirche wird das Ende des 15. Jahrhundert/Beginn des 16.Jahrhunderts angenommen.

 

Kircheninneres

Im Innern hat die Kirche eine flache Putzdecke. 1620 wurde eine umfangreiche Neuausstattung angeschafft.

Hinter dem einfachen Altartisch steht die hölzerne Kanzel aus dem Jahre 1620. Die Brüstungsfelder des polygonen Kanzelkorbes sind mit Ecksäulchen versehen. In den Muschelnischen befinden sich geschnitzte Figuren des Salvators und der Evangelisten.
In der Mitte des Apsis- bzw. des Altarraumes hängt ein Ölgemälde aus dem 19. Jahrhundert, das "Christus im Garten Gethsemane" zur Darstellung bringt. Die sechsseitige aus Holz gearbeitete Taufe datiert ebenfalls aus dem 19. Jahrhundert. An der Südwand wurde das Sandstein-Epitaph für Johann Friedrich Fromm und seiner Frau (beide U 1760) angebracht. Hinter dem Altar befindet sich ein in den Boden eingelassenes Epitaph für F. v. Arnim (U 1587); es zeigt den Verstorbenen in Ritterrüstung.

Die ebenfalls 1620 entstandene Empore wird von zwei Pfeilern getragen. Ursprünglich diente sie als Patronatsloge und war verglast. In den acht Feldern der Brüstung befinden sich je zwei gemalte Wappen.

 

 

 

© Märkische Eiszeitstraße, Busse/Ebert, de Taillez, 2002

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17.05.2012

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