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Prenden

Ortsbeschreibung | Dorfkirche | Prendener Teufelsstein

Ortsbeschreibung

Inmitten der kuppigen Endmoräne befinden sich in Richtung Sophienstädt eine Kette eiszeitlich entstandener Rinnenseen. Hier liegt zwischen Strehlesee, Bauersee und dem Mittelprendensee eingebettet, der Ferienort Prenden. Ab 1499 befand sich der Ort lange Zeit in der Hand derer von Sparr. Über den berühmtesten Vertreter dieser Adelsfamilie, dem ersten brandenburgischen Feldmarschall, Otto Christoph von Sparr, gibt es viele Geschichten und Sagen.
Die frisch restaurierte Kirche, ein rechteckiger Putzbau aus dem 17. Jahrhundert mit quadratischem Westturm aus Fachwerk von 1704, steht auf einer kleinen Anhöhe am westlichen Ortsrand. Der Kirchturm weist als Besonderheit eine Einzeigeruhr auf. Außer der Dorfkirche stehen ein ehemaliges Büdnerhaus und ein Stallgebäude, beide im Fachwerkstil errichtet und vermutlich über 200 Jahre alt, in der Mühlenstraße10/10a unter Denkmalschutz.
Die Prendener Seen, mitten im Wald gelegen, laden zum Baden ein. Für den Naturliebhaber gibt es in den für ihren Pilzreichtum bekannten Wäldern um Prenden mit den beiden Naturschutzgebieten Mergelluch und Wischsee viel Interessantes zu entdecken.
In unmittelbarer Nähe der Autobahnabfahrt Lanke/Prenden befindet sich ein über 100 ha großer Golfplatz, der sich wachsender Beliebtheit erfreut.

Dorfkirche

Der im 17. Jahrhundert errichtete rechteckige Putzbau der Dorfkirche Prenden erhielt 1707 den massiven quadratischen Westturm aus Fachwerk. Als Besonderheit gilt der innere selbsttragende Fachwerk-Glockenstuhl. Bemerkenswert ist auch die Einzeigerturmuhr.

Der hölzerne, gefasste Altaraufsatz datiert aus dem Jahre 1611. Er wurde im 18. Jahrhundert durch Anbringen eines Kanzelkorbes nachträglich zum Kanzelaltar umgestaltet. Er besitzt einen zweigeschossigen Architekturaufbau in den Formen der deutschen Spätrenaissance. In den Nischen befinden sich Schnitzfiguren, u. a. Christus als Kind und als Auferstandener. Bekrönt wird der Altaraufsatz durch eine gefasste Schnitzfigur „Christus als Weltenrichter“. Ungewöhnlich sind die in Vogelköpfen endenden Beschlagwerkwangen.

Prendener Teufelsstein

Am Ortseingang von Prenden steht am Ostufer des Strehlesees ein Findling aus der eiszeitlichen Entstehung der Landschaft, der sagenumwobene "Prendener Teufelsstein". Es handelt sich um einen 23 Tonnen schweren Revsundgranit aus Mittelschweden. Einst lag dort noch ein kleinerer Block. Er wurde 1887 nach Berlin gebracht und am Wasserfall im Humboldthain aufgestellt. Der Transport des Steines dauerte zwei Wochen und wurde auf einem besonders zu diesem Zweck erbauten Wagen vorgenommen. Die Chaussee litt so stark unter der ungeheuren Last, daß sie ausgebessert werden musste. Dem großen Stein sollte dasselbe Schicksal widerfahren. Man hatte aber schon vom Kleinen genug und ließ ihn unberührt; sein Gewicht hatte ihn gerettet.

Zum Teufels- oder Riesenstein gibt es ebenfalls eine Sage: Die Prendener Kirchenglocken hatten das schönste Geläut in der ganzen Gegend weit und breit. Das konnte der Teufel (oder ein Riese) nicht hören. In seiner Wut warf er fünf Steine nach dem Kirchturm, um die Glocken zu zerschmettern. Drei Steine flogen zu weit. Sie fielen in den Wandlitzsee. Das Wasser spritzte hoch auf, und wo es niederfiel, entstanden die Heiligen Drei Pfühle. Zwei Steine gingen zu kurz. Sie fielen am Strehlesee nieder. Die Glocken aber blieben unverletzt. Der Eindruck der Hand des Teufels (Riesen) ist am großen Stein noch zu sehen.

© Märkische Eiszeitstraße/KAG Heidekrautbahn, Ebert, Busse, de Taillez,  2002

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17.05.2012

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