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Schönerlinde

Geschichte | Ortsbeschreibung | Dorfkirche

Geschichte

Zu den ältesten Lehniner Klosterdörfern des Niederen Barnims zählend, wurde es 1242 erstmals urkundlich erwähnt, als die Markgrafen Johann I. und Otto III. mehrere Liegenschaften an die Zisterzienser verkauften. Diese bauten später auf der Feldmark Altenhof bei Schönwalde einen Klostergutshof, dem die Untertanen des Ortes dienen mußten. Nach der Säkularisierung kam der Ort an das kurfürstliche Amt Mühlenbeck.
Um 1900 verkauften viele Schönerlinder Bauern ihre Felder an die Stadtverwaltung Berlin, die sie zur Anlage von Riesel- und Fäkalienfeldern nutzte.

Ortsbeschreibung

Das langgestreckte Angerdorf Schönerlinde liegt an der B 109 Berlin - Prenzlau und wird wesentlich von dieser Trassenlage geprägt. Wahrzeichen des Ortes ist die spätgotische Feldsteinkirche mit zweijochig gewölbter Sakristei und einem aufwendig gestalteten Schmuckgiebel. In der Kirche werden regelmäßige Konzerte im Rahmen der Reihe "Musik in der Dorfkirche" angeboten. Viel Interesse finden auch die Kirchen- und Turmführungen.
Ein historisches Wohnhaus gibt es in der Berliner Straße 1 sowie ein Chausseehaus in der Berliner Straße 19. Beide sind denkmalgeschützt. Empfehlenswert sind Wanderungen entlang des Panke-Wanderweges. Naturinteressierte werden auf das Naturschutzgebiet Schönerlinder Teiche hingewiesen.

Dorfkirche

Die Kirche besteht aus einem querrechteckigen Westturm, einem breiteren Kirchenschiff und einem eingezogenen Rechteckchor. Als Baumaterial diente durchgängig unregelmäßiger Feldstein, alle Zierteile sind aus Backstein.

Dendrochronologische Untersuchungen von zwei Balken (Schiff und Sakristei) ergaben Zeitangaben von 1345 und 1480. Daraus könnten folgende Hinweise auf die Bauzeit der Kirche abgeleitet werden:
Der Kernbau entstand Mitte des 14. Jahrhunderts. Es ist anzunehmen, dass damals auch die Sakristei angebaut wurde, die ihre heutige repräsentative Form (abgetreppter Giebel und kielbogige Maßwerkblenden) aber erst gegen Ende des 15. Jahrhunderts erhielt.

Kircheninnenraum

Der Kircheninnenraum mit seinen hellen freundlichen Farben und der neogotischen Holzdecke wirkt sehr stimmungsvoll. An der Ostwand hängt ein großes Holzkreuz zwischen den Buntglasscheiben, davor ein schlichter Altartisch mit einem kleinen Kruzifix. Vor dem Altar steht der jetzt wieder restaurierte Taufstein mit einer Taufschale aus Zinn von 1600. Darüber befindet sich ein wunderschöner Kronleuchter aus Gelbguss (um 1595). 

Vom einstigen spätbarocken Kanzelaltar sind nur Einzelteile wie Putten und Strahlenkranz erhalten.
Seit den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts erfolgte mit großem Einsatz der Gemeindemitglieder, mit öffentlichen Mitteln und Spenden eine gelungene Restaurierung der Kirche.

© Märkische Eiszeitstraße/KAG Heidekrautbahn , Ebert, Busse, de Taillez 2002

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17.05.2012

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