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Geschichte | Ortsbeschreibung | Dorfkirche
Geschichte
Das Angerdorf Seefeld ist eine deutsche Gründung aus der askanischen Siedlungsperiode des Barnim in der Mitte des 13. Jahrhunderts. Zum ersten Male urkundlich erwähnt wurde Seefeld 1375 im Landbuch Karl IV. Danach gehörten zum Dorf Seefeld 60 Hufen Land, wovon 13 Hufen zu zwei Rittergütern gehörten. Seit Beginn des 15. Jahrhunderts saßen die von Krummensee in Seefeld. 1663 erwarb es der Graf von Schwerin, der es 40 Jahre später an den König verkaufte. Es wurde dem Amt Löhme zugeschlagen. Durch Zuwanderer konnten die verlassenen Bauernstellen neu besetzt werden. Auch sonst besserte sich die wirtschaftliche Lage im 18. Jahrhundert bedeutend. Eine Ursache hierfür war der Verlauf der Handelsstraße von Berlin über Werneuchen nach Freienwalde, welche durch den Ort führte. Mit der Eröffnung der Eisenbahnstation an der Berlin-Wriezener Bahn im Jahre 1898 veränderte sich auch in Seefeld die Zusammensetzung der Bevölkerung. Neben Bahnangestellten siedelten sich auch in Berlin Arbeitende im Ort an.

Ortsbeschreibung
Der älteste Teil des Dorfes ist der Anger mit der Kirche, der alten Schule und der ehemaligen Schmiede. Die Dorfkirche, ein spätgotischer rechteckiger Feldsteinbau mit Westturm, wurde um 1500 erbaut. Sie ist von einer Feldsteinmauer umgeben.
Der zum Ort gehörende Haussee lädt zum Baden und zum Angeln ein, ein Rundweg um den See zum Wandern.
Dorfkirche

Die Kirche liegt inmitten des alten Dorfangers, umgeben vom Friedhof. Sie ist ein Rechtecksaal mit Turm und kann wohl dem ausgehenden 15. oder beginnenden 16. Jahrhundert zugeordnet werden. Die erhaltene mittelalterliche Glocke entstand 1530; damals wird das Kirchengebäude bereits vollendet gewesen sein. Der Westquerturm, der mit einem hohen Walmdach abgeschlossen wird, ähnelt dem von Löhme.
Im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts (1908/10) erfuhr die Kirche grundlegende bauliche Veränderungen. Das Kircheninnere erhielt eine segmentbogige bemalte Holztonne und eine Westempore, die von Pfeilern gestützt wird.
Der hölzerne Altar, geschmückt von einem Kreuz, datiert aus neuerer Zeit. Die drei Chorfenster in der Ostwand des Altarraumes haben Glasmalereien im Jugendstil, die in den Jahren 1908/10 entstanden sind. Zur gleichen Zeit wurde die hölzerne polygone Kanzel mit ihren bemalten Brüstungsfeldern erbaut. Die Sandsteintaufe in Form eines Pokals datiert aus dem Jahre 1597. Die Orgel auf der Westempore, deren Brüstung vorgelagert ist, entstand im Jahre 1892.
© Märkische Eiszeitstraße, Ebert, Busse, de Taillez, 2003