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Abfallbehörde sucht intensiv nach Umweltsündern

Foto: Müll, Birkholz / Collage / Oliver Köhler Foto: Müll, Birkholz / Collage / Oliver Köhler

Erneut zahlreiche illegale Müllentsorgungen im Niederbarnim

Illegale Müllentsorgungen bereiten der unteren Abfallbehörde des Landkreises Barnim immer wieder Sorgen. Bereits im Frühsommer kippten Umweltsünder ihren Müll rund um den Bernauer Ortsteil Birkholz wiederholt in die Landschaft. Darunter auch gefährliche Stoffe wie etwa Asbest oder Dachpappe mit einem hohen Teer-Anteil. Aber auch Abbruchholz und Bauschutt fanden die Mitarbeiter der Behörde in den immer etwa 8 bis 10 Kubikmeter großen Hinterlassenschaften.

In den vergangenen Wochen gab es nun erneut eine Häufung von illegalen Entsorgungen – wieder rund um den Bernauer Ortsteil Birkholz. Insgesamt sieben Mal wurden die Mitarbeiter der Barnimer Abfallbehörde bislang gerufen.

DATUM ÖRTLICHKEITMENGE UND MATERIAL
12.9.2016 Schwanebeck, L200, Autobahnbrücke5 m³ Styropor
12.9.2016Ahrensfelde, OT Lindenberg, Birkholzer Allee5 m³ Styropor und Tapetenreste
20.9.2016Blumberg, Richtung Birkholzaue5 m³ Styropor
20.9.2016 Schwanebeck, Richtung Birkholz5 m³ Styropor und Dämmmaterial
22.9.2016 Bernau, Börnicker Landweg2 m³ Styropor und Dachelemente
26.9.2016Birkholz, Richtung Blumberg4 m³ Styropor
26.9.2016Ahrensfelde, OT Mehrow, Altlandsberger Weg7 m³ Styropor und andere Bauabfall (Bad)


„Wegen der Strafbarkeit dieser Müllablagerungen hat der Landkreis Barnim Strafanzeige gegen Unbekannt bei der Polizei erstattet“, erklärte Joachim Hoffmann, stellvertretender Leiter des Bodenschutzamtes, bereits im Sommer, wie gegen die Umweltsünder vorgegangen werde. Der Landkreis sei im Interesse der Bürger intensiv bemüht, „den Verursacher der Müllablagerungen zu ermitteln und ihn finanziell zur Verantwortung zu ziehen“. Auch dieses Mal wurde in jedem einzelnen Fall eine Anzeige gefertigt.Um erfolgreich gegen Umweltsünder vorzugehen, ist die Behörde auch auf Unterstützung aus der Bevölkerung angewiesen.

Der Landkreis Barnim bittet daher Bürgerinnen und Bürger, die während des angegebenen Zeitraums entsprechende Beobachtungen gemacht haben oder andere sachdienliche Hinweise geben können, sich bei der Polizei oder bei der unteren Abfallwirtschaftsbehörde unter 03334 214-1506 zu melden.