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Flüchtlingsunterkünfte in Bernau vor der Eröffnung

Ersten Bewohner noch in dieser Woche erwartet

Die ersten beiden Flüchtlingsunterkünfte in der Stadt Bernau stehen vor der Fertigstellung. Im Stadtteil Waldfrieden wurden in den vergangenen Wochen ein ehemaliges Seniorenheim sowie das Wohnheim der ehemaligen Forstarbeiterschule hergerichtet. „Erst Mitte September haben wir davon erfahren, dass wir hier Einrichtungen aufbauen sollen. Aber wir haben das Unmögliche möglich gemacht“, freut sich Burkhard Loebe, beim Träger EJF zuständig für die Flüchtlingsunterkünfte im Barnim, über das Einhalten des ambitionierten Zeitplanes.

Auch Barnims Sozialdezernentin Silvia Ulonska zeigte sich beeindruckt. Damit die Flüchtlingsheime in der Bevölkerung auf eine große Akzeptanz stoßen, gehe es nun darum, sie als gute Nachbarn zu etablieren, sagte sie.

Bernaus Bürgermeister André Stahl wiederum sprach von einer großen Herausforderung, die man aber annehmen und bestehen werden. „Wir wollen den Flüchtlingen hier eine menschenwürdige Unterkunft ermöglichen“, erklärte er. Zugleich gehe es aber auch darum, die Sorgen und Bedenken der Bernauer ernst zu nehmen.

Insgesamt sollen im ehemaligen Seniorenheim 160 Flüchtlinge eine Unterkunft finden. Dafür wurden nicht nur die Zimmer hergerichtet, sondern zusätzlich auch Wasch- und Koch- und Sanitärbereiche geschaffen. Im ehemaligen Wohnheim der Forstarbeiterschule sollen noch einmal rund 130 Menschen eine vorübergehende Bleibe finden. Die Ankunft der ersten Flüchtlinge aus der Erstaufnahmeneinrichtung in Eisenhüttenstadt ist bereits Ende der Woche geplant.