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Barnimer Kreiswerke als Projekt für die Zukunft

Foto: Kreiswerke / Oliver Köhler

Wissenschaftler stellen unterschiedliche Szenarien vor

Ist die Gründung von Kreiswerken ein sinnvolles Vorhaben? Diese Fragen gingen die Wissenschaftler Kurt Berlo und Oliver Wagner vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie bei einem Vortrag in Eberswalde nach. Im Bildungszentrum Amateu Antonio stellten sie dabei den Gästen aus Politik und Wirtschaft die Vorteile vor, beleuchteten gleichzeitig aber auch die Probleme. Zudem gaben sie Auskunft über den Prozess bis zur eigentlichen Gründung der Kreiswerke. „Es gibt ein großen Paket an Maßnahmen, mit denen die Konzessionsinhaber der Strom- und Gasnetze versuchen, die Gründung von Kreiswerken zu behindern“, fassten sie zusammen. Aus ihrer Sicht sei eine Gründung dennoch sinnvoll. „Die Wertschöpfung bleibt in der Region und kommt den Bürgern zugute“, erklärten sie.

Für Landrat Bodo Ihrke, der durchaus auch kritische Punkte sah, war die Veranstaltung ein Einstieg in die Diskussion. „Es ist in dem Vortrag vieles sehr zugespitzt formuliert worden und provoziert Widerspruch. Aber das ist gut, denn auf diese Weise werden die vielen Ebenen eines solchen Themas auch kontrovers beleuchtet“, sagte er und lud alle Barnimer ein, sich an der Diskussion über die Gründung von Kreiswerken zu beteiligen.

Durch die Gremien des Kreistages wurde bereits die Ausschreibung für eine Machbarkeitsstudie verabschiedet. Der Auftrag wurde durch die Barnimer Energiegesellschaft erteilt. Im September sollen die ersten Ergebnisse vorliegen. Diese werden dann ebenfalls wieder öffentlich vorgestellt und diskutiert. „Dann haben wir belastbares Zahlenmaterial“, zeigte sich Landrat Bodo Ihrke zuversichtlich.