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Baustart auf dem nördlichen Berliner Ring

Foto: transport / pixabay.com

Berliner Nordring soll in den kommenden Jahren auf einer Länge von 45 Kilometern angepasst werden

Presseinformation Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg

Am Freitag (29. April) startete mit dem ersten Spatenstich die Bauarbeiten für den Ausbau der Autobahn A 10, nördlicher Berliner Ring, zwischen der Landesgrenze Berlin-Brandenburg und dem Autobahndreieck Barnim.

„Der Berliner Ring ist eine der wichtigsten überregionalen Verkehrsverbindungen für Berlin und Brandenburg und eine Lebensader der Region. Der Nordring dient als Verteiler zu den Autobahnen A 11 und A 24 zum brandenburgischen Umland sowie in Richtung Polen und nach Nord- und Südeuropa. Er gehört im transeuropäischen Straßennetz zum Korridor zwischen der Nordsee und dem Baltikum“, sagte Verkehrsministerin Kathrin Schneider im Vorfeld des 1. Spatenstichs.

Der Berliner Nordring soll in den kommenden Jahren auf der gesamten Länge von 45 Kilometern den steigenden Verkehrsbedürfnissen angepasst und hierfür auf drei Fahrstreifen je Richtung ausgebaut werden.

Nach dem Um- und Ausbau des Autobahndreieck (AD) Barnim im Jahr 2013 und der Fertigstellung des sechsstreifigen Ausbaus der A 10 zwischen dem AD Pankow und der Landesgrenze Berlin/Brandenburg im Jahr 2015 wird nun der dazwischenliegende Autobahnabschnitt (rund 1,8 Kilometer) ebenfalls auf sechs Fahrstreifen ausgebaut. Der Ausbau ist erforderlich, weil bis 2025 die Belastung des Abschnitts auf 75.000 Fahrzeuge in 24 Stunden anwächst. Davon werden 24 Prozent auf den Schwerverkehr entfallen. Die Baukosten betragen einschließlich Grunderwerb und Landschaftspflege rund 18 Millionen Euro.

Zum Bauvorhaben gehören:

•    Neubau von nicht bewirtschafteten Rastanlagen beidseitig der A 10
•    Neubau eines Regenrückhaltebeckens
•    Rückbau einer Mülldeponie
•    Neubau einer Brücke im Zuge des Lindenberger Weges mit einer Wendestelle für den Betriebsdienst
•    Lärmschutzmaßnahmen (Wälle, Wände und passiver Lärmschutz)
•    Umsetzung der landschaftspflegerischen Begleitplanung

Bauablauf

2015                Vorarbeiten (Grunderwerb, Sicherung Bodendenkmal, Leitungsänderungsmaßnahmen, Baumfällung)
2016                Neubau Brücke Lindenberger Weg (BW 90 Ü1), Rückbau Mülldeponie und Neubau RRB
2017/2018        sechsstreifiger Ausbau der Richtungsfahrbahnen der A 10
2019                Neubau der PWC-Anlagen

Lärmschutz

An der Landesgrenze Berlin-Brandenburg werden nördlich und südlich der A 10 die Lärmschutzwände aus dem Planungsabschnitt Berlin fortgeführt. Weiterhin sind vorgesehen:

•    Lärmschutzwall Neu Buch, Nord (Länge 718 m und 6 m Höhe)
•    Lärmschutzwand Neu Buch, Süd (220 m Länge und 6 m Höhe)
•    Lärmschutzwand Rastanlage Kappgraben, Süd (220 m Länge und 3 m Höhe)

Außerdem wird ein lärmmindernder Straßenbelag über den gesamten Ausbauabschnitt eingebaut.