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Guter Kanal

Foto: Kanal / Irene Richter

Barnimer und Bromberger widmen sich gemeinsam der Geschichte an Wasserwegen

Presseinformation Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg

Eberswalde – Mit 13.455 Euro unterstützt das Brandenburger Agrar- und Umweltministerium ein deutsch-polnisches Kultur- und Geschichtsprojekt, das der Förderverein „Unser Finowkanal e.V.“ mit der polnischen Stadt und Universität Bydgoszcz (Bromberg), dem Stadtmuseum Eberswalde sowie der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNNE) umsetzt.

Das Projekt baut auf der im Eberswalder Museum präsentierten Ausstellung „Finowkanal gestern – heute – morgen“ auf. Die Entwicklung einer mehrsprachigen Variante (Polnisch und Englisch) zur bestehenden Wanderausstellung über den Finowkanal soll ausländischen Besuchern den Zugang erleichtern. Eine mehrsprachige Web-App mit QR-Code soll Besucher künftig zur Erkundung der Kulturlandschaft Finowtal einladen. Die mehrsprachige Wanderausstellung soll Anfang 2016 beim polnischen Partner in Bromberg erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Mit der Umsetzung wird das bisherige Informationsangebot durch den polnischen Partner erweitert – auf 22 Roll-ups wird zukünftig über die Geschichte des Finowkanals und  des Bromberger Kanals informiert.

Beide Kanäle sind nicht nur über das internationale Wasserwegenetz miteinander verbunden, es gibt auch Gemeinsamkeiten in dem Bemühen, das jeweilige Umfeld touristisch besser zu erschließen.

Der Verein möchte rechtzeitig vor der Weltkanalkonferenz 2016 in Schottland fertig werden, um auch im Umfeld dieses Ereignisses die deutsch-polnische Kanalkooperation gut zu präsentieren. Eberswalde erhofft sich insbesondere eine Unterstützung der weiteren wassertouristischen Entwicklung der Finowkanalregion beziehungsweise die gemeinsame Vermarktung der internationalen Wasserstraße E70.

Die internationale Wasserstraße E70 verbindet Westeuropa von Rotterdam/Paris über Berlin und Nordpolen mit der Region Kaliningrad (Königsberg in Ostpreußen) und den weiter östlich gelegenen Wasserwegen. Im Landkreis Barnim gehört der Oder-Havel-Kanal mit dem beeindruckenden Schiffshebewerk Niederfinow, das derzeit durch einen Neubau ersetzt wird, dazu. Der polnische Abschnitt ist einer der interessantesten Wasserwege Polens. Er führt über insgesamt 28 Staustufen aus der Oder bei Küstrin in den Oder-Weichsel-Wasserweg entlang der Warthe, Netze, und Brahe über die verbindenden Kanäle zunächst im Bromberger Knoten in die Weichsel. Aus der Weichsel geht es über die Nogat weiter und dann hinter Elbing in das Frische Haff.