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Neue Einrichtungen für Flüchtlinge im Landkreis

Foto: Asylheim Oderberg / Oliver Köhler

Aslybewerberheim in Oderberg eröffnet

Für die Unterbringung von Flüchtlingen im Landkreis Barnim steht seit Anfang Juli eine neue Einrichtung zur Verfügung. Nach nur einem halben Jahr Bauzeit wurde dort ein neues Heim in Betrieb genommen. „Wir haben den Zeitplan eingehalten und freuen uns nun darauf, unseren Beitrag zur Unterbringung von Flüchtlingen in Oderberg leisten zu können“, sagte Andreas Eckhoff, Vorstandssprecher des Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerks (EJB), zur Eröffnung. „Wir denken, dass die Flüchtlinge bei diesem Träger gut aufgehoben sind“, zeigte sich auch Barnims Sozialdezernentin Silvia Ulonska beeindruckt von dem neuen Haus.

Insgesamt 80 Flüchtlingen sollen in der Einrichtung künftig in Zweibettzimmern untergebracht werden. Küchen, Gemeinschaftsräume und Sanitäreinrichtungen sind auf allen Fluren ausreichend vorhanden. Das schöne Außengelände bietet Platz für einen geplanten Kinderspielplatz und für weitere Sportaktivitäten.

Bei den Oderbergern stößt das Haus auf viel Interesse. Vorbehalte gegen die Fremden gibt es kaum noch, was auch an einem bereits seit einigen Monaten bestehenden Wohnverbund für Flüchtlinge am anderen Ende der Kleinstadt liegen dürfte. Mittlerweile wird die Einrichtung sogar als Zugewinn für die Stadt gesehen. Sogar einige Privatleute haben bereits Wohnungen zur Miete für Flüchtlinge angeboten.

Unterbringung in Bernau wird vorbereitet

Auch in Bernau entsteht derweil eine weitere Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge. Der Landesbetrieb Forst Brandenburg (LFB) hat dort mit dem Landkreis Barnim eine Nutzungsvereinbarung für die ehemalige Waldarbeitsschule Bernau-Waldfrieden unterschrieben. Der Landkreis Barnim wird die ehemalige Waldarbeitsschule Bernau nutzen, um etwa 150 Flüchtlinge aufzunehmen.  Betrieben wird das Objekt ebenfalls durch das EJB.

Die Unterschriften unter die Nutzungsvereinbarung leisteten der Direktor des Landesbetriebs, Hubertus Kraut, sowie die Jugend-, Sozial- und Umweltdezernentin der Kreisverwaltung Barnim, Silvia Ulonska.

Die Landesregierung bekennt sich mit der unentgeltlichen Bereitstellung von Liegenschaften dazu, die Landkreise bei der Bereitstellung von Unterkünften für Asylbewerber zu unterstützen. Die Waldarbeitsschule sollte ursprünglich verkauft werden. Der LFB hat nun seine Aktivitäten zum Verkauf beendet und wird die Liegenschaft unentgeltlich zur Verfügung stellen. Die mit Blick auf die neue Nutzung aufgenommenen Verhandlungen zwischen dem LFB und dem Landkreis verliefen einvernehmlich, zügig und mit hoher Fachkompetenz.

Die Waldarbeitsschule (WAS) Bernau des LFB war im Rahmen der Umstrukturierung der Landesforstverwaltung Ende 2005 aufgelöst worden und wurde seit über einem Jahr nicht mehr genutzt. Die Schule mit den dazugehörigen Sozialgebäuden (Kantine, Internat) wurde 1952/53 erbaut und 1954 eröffnet. In den späten Siebzigerjahren wurde ein separater Ergänzungsbau errichtet.

Foto: Asylheim Bernau / Oliver Köhler