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Sorge um zunehmenden Drogenkonsum

Foto: Sicherheitskonferenz 2015 / Oliver Köhler

Vierte Auflage der Barnimer Sicherheitskonferenz

Fast 200 Seiten umfasst die Statistik, die Hardy Börner, Leiter der Barnimer Polizeiinspektion, auf der diesjährigen Barnimer Sicherheitskonferenz vorstellte. Daraus geht hervor, dass die gute Polizeiarbeit in vielen Fällen Früchte trägt. So sinkt die Kriminalitätsrate beispielsweise weiter. So wurden im Landkreis Barnim 2014 insgesamt 12589 Straftaten erfasst. Die Schwerpunkte lagen in Bernau (2757) und Eberswalde (4101) Die Aufklärungsquote lag bei 53,3 Prozent.

„Diese Zahlen sind sehr erfreulich“, zeigte sich Barnims Landrat Bodo Ihrke zufrieden. Dennoch gebe es einzelne Bereiche, die er mit Blick in die Statistik durchaus mit Sorge betrachte. Vor allem über den Vormarsch künstlicher Drogen wie Crystal Meth zeigte sich Ihrke beunruhigt.

„Leider sind diese Drogen aus Richtung Süden auf dem Vormarsch“, bestätigte Hardy Börner in seinem Vortrag und vierwies auch auf zahlreiche Begleitdelikte. So liege der Tagesbedarf eines Crystal Meth-Abhängigen bei etwa 90 Euro. „Die Beschaffungskriminalität wird weiter zunehmen“, so Börner. Bereits heute sei ein Anstieg bei Kellereinbrüchen, Diebstählen aus Autos und aus Gewerbeeinrichtungen zu beobachten.

Landkreis, Polizei und die Verwaltungsspitzen aus den Städten, Ämtern und Gemeinden verständigten sich deshalb darauf, vor allem an den Schulen verstärkt Aufklärungsarbeiten zu leisten. „An die Jugendlichen kommen wir noch heran“, zeigte sich Landrat Ihrke überzeugt.

Bei den politischen motivierten Straftaten konnte die Polizei vermelden, dass es im vergangenen Jahr in Finowfurt keinerlei Aktivitäten gab. „Auch das ist ein Ergebnis der behördenübergreifenden Zusammenarbeit“, so Hardy Börner weiter.

Ärger über Lärm von Motorrädern

Kritik aus den Gemeinden gab es hingegen in Bezug auf das Verhalten von Motorradfahrern im Straßenverkehr. So beklagten sich vor allem die Bürgermeister aus Gemeinden mit Ausflugszielen über den immer weiter steigenden Lärmpegel am Wochenende. „Das Maß ist voll“, so der Tenor.
Allerdings sieht hier die Polizei wenig Möglichkeiten. Dennoch wurde vereinbart, durch die Ordnungsämter vor Ort genauer Zeiten zu erfassen, um künftig gezielter kontrollieren zu können.