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Straßenverkehsbehörde wird für Projekt zur Schulwegssicherheit ausgezeichnet

Foto: PReisverleihung Roter Ritter / Oliver Köhler Foto: PReisverleihung Roter Ritter / Oliver Köhler

Preis „Der Rote Ritter“ unter Schirmherrschaft von Verkehrsminister Alexander Dobrindt

Die Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Barnim ist für ein Projekt zur Erhöhung der Verkehrssicherheit von Kindern ausgezeichnet worden. Den Präventionspreis „Der Rote Ritter“, dessen Schirmherrschaft Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt ist, bekamen die Barnimer für ihr Vorhaben „Mit Rücksicht für mehr Sicherheit“. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserem Projekt so viel Aufmerksamkeit erhalten und hoffen natürlich darauf, dass auch andere Landkreises ähnliche Projekte auf den Weg bringen“, sagt Marcel Kerlikofsky, Leiter der Barnimer.

Ins Leben gerufen hatte die Straßenverkehrsbehörde des Landkreises die Initiative vor zwei Jahren gemeinsam mit dem Netzwerk Verkehrssicherheit Brandenburg, der Kreisverkehrswacht Barnim und dem Büro für Forschung, Entwicklung und Evaluation aus Wuppertal. Hintergrund waren damals die steigenden Unfallzahlen im Landkreis. „Ziel war es, Gefahrenstellen im Straßenverkehr aufzuzeigen und zu reduzieren, Eltern und Kinder im Landkreis für sichere Schulwege zu sensibilisieren und rücksichtsvolles und achtsames Handeln im Verkehr zu erreichen“, fasst Kerlikofsky die Ausrichtung des Projektes zusammen und kann bereits erste Erfolge melden. So ging die Zahl der Unfälle mit Kindern und Jugendlichen seit dem Start des Projektes bereits zurück.

„Das ,verkehrssichere Kind‘ gibt es nicht, vielmehr kann die Sicherheit für Kinder auf ihren Verkehrswegen nur dann verbessert werden, wenn der Verkehrsraum und Verkehrsfluss kindersicherer organisiert und gestaltet wird“, erklärt Kerlikofsky den Projektansatz.
Dazu werden im Klassenraum der Kenntnisstand zu den Verkehrsregeln ermittelt, und es erfolgen eine Schülerbefragung zum Schulweg. Beim Schülerfragebogen sollten die Kinder Fragen zu ihrem Schulweg beantworten. Die Schüler sollen aus Ihrer Sicht auf mögliche Gefährdungen und Schwierigkeiten hinweisen. Zudem werden die Kinder zwischen 10 und 12 Jahren in die Überprüfung des Schulumfeldes eingebunden. Dabei sollen sie auf mögliche Problemstellen aufmerksam machen. Darüber hinaus werden die Schüler für mögliche Risiken in ihrem Schulumfeld sensibilisiert. Auszubildende der Kreisverwaltung und Sachbearbeiter der unteren Straßenverkehrsbehörde überprüfen darüber hinaus das Schulumfeld. Querungsmöglichkeiten, Problemstellen und weiteren im Schulumfeld werden mit Hilfe der App „Schulwegcheck“ erfasst. Die Daten sind auf www.schulwegcheck.de einsehbar. Anschließend werden die Daten nach Schulen in der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Barnim aufbereitet, ausgewertet und mit Empfehlungen zur Umsetzung an die örtlichen Ordnungsbehörden übermittelt.

Der erste Aktionstag zu diesem Projekt fand bereits im September 2014 an der Bruno-H.-Bürgelschule in Eberswalde statt. Seit dem konnte das Projekt an 26 Schulen mit 565 Schülern der Klassenstufe 5 und 6 (Zielgruppe 10 bis 12 Jahre) durchgeführt werden.