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Überwachung eingestellt:

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Kiefernbuschhornblattwespen schlafen weiter


Potsdam – Brandenburgs Forstverwaltung gibt Entwarnung. Eine erneute Massenvermehrung
der Kiefernbuschhornblattwespe ist gegenwärtig nicht zu erwarten.
Die Larven befinden sich in einer Ruhephase. Die Überwachung der Schadinsekten kann deshalb in diesem Jahr eingestellt werden und die Kiefern können sich erholen. Die feuchte Witterung der letzten Wochen unterstützt den Prozess der Regeneration.
Im Herbst 2016 hatten Unmengen von Larven der Gemeinen Kiefernbuschhornblattwespe die Kiefernwälder in Südbrandenburg auf einer Fläche von 25.000 Hektar deutlich sichtbar geschädigt. Im Schwerpunkt des Befallsgebiets hatte die Forstverwaltung mit Hubschraubereinsätzen auf insgesamt 2.800 Hektar einen Kahlfraß durch die Ausbringung eines Pflanzenschutzmittels verhindert. Auf Flächen, die nicht behandelt werden konnten, kam es zu hohen Nadelverlusten. Teilweise waren nur noch weniger als 10 Prozent der Nadeln am Baum. Ein solcher Nadelverlust ist für Kiefern lebensbedrohlich. Ansonsten ist die Kiefer hart im nehmen und kann sich schnell erholen. Der neue Austrieb zeigt bereits jetzt das hohe Regenerationsvermögen der Kiefern. Der Regen der letzten Wochen war dabei sehr hilfreich. Es ist davon auszugehen, dass sich dieser Trend fortsetzen wird.

Um auf einen eventuellen erneuten Fraß von Schadinsekten rechtzeitig reagieren zu können, wurden die Nadelschädlinge über Wochen intensiv von der Forstverwaltung beobachtet. Die  Kiefernbuschhornblattwespen standen dabei besonders im Fokus.
Monatlich haben die Förster die im Boden liegenden Kokons der Kiefernbuschhornblattwespe eingesammelt und zur Untersuchung an das Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde (LFE) geschickt. Dort wird die Lebensfähigkeit und Schlupfbereitschaft der Larven gecheckt. Aus den meisten der Kokons schlüpften keine neuen Larven, sondern kleine Parasiten wie Brack- und Erzwespen. Die noch lebensfähigen Larven befinden sich in einer Ruhephase und schlafen hoffentlich auch im nächsten
Jahr noch. Gegenwärtig sind die Kiefern durch keine neue Massenvermehrung von Schadinsekten gefährdet. Die Überwachung wird deshalb in diesem Jahr eingestellt, um im nächsten Frühjahr dann erneut anlaufen.
Um Folgeschäden durch holz- und rindenbrütende Käfer möglichst gering zu halten, müssen die Waldbesitzer die betroffenen Waldgebiete gut im Auge behalten. Absterbende und tote Bäume sollten konsequent und schnell entnommen werden. Die Waldbesitzer können sich dazu von den Oberförstereien vor Ort beraten lassen.

„Aktuellen Waldschutzinformation“ des LFE im Internet unter:

http://forst.brandenburg.de/sixcms/detail.php/bb1.c.233607.de