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Einheitliches Beobachtungsinstrument für Kitas

Foto: Pressestelle Stadt Eberswalde

Landkreis Barnim und Kreisstadt Eberswalde unterschreiben Kooperation

Es geht um die Stärken der Kinder, um die individuelle Förderung und um die Vereinheitlichung von Instrumenten. Bildung gehört zu den wichtigsten Zukunftsaufgaben, darin sind sich die Stadt Eberswalde und der Landkreis Barnim einig. Aus diesem Grund haben Bürgermeister Friedhelm Boginski und Landrat Bodo Ihrke im Rahmen der Bildungsinitiative Barnim des Landkreises einen weiteren Kooperationsvertrag unterzeichnet.
Hauptbestandteil der Kooperation ist ein neues Instrument für die tägliche Arbeit der Kitaerzieherinnen und Kitaerzieher. Um die Stärken eines jeden Kindes sichtbar zu machen, werden sie in festen regelmäßigen Abständen beobachtet. Diese Beobachtungen werden dokumentiert und fließen schließlich in die pädagogische Arbeit ein. „Bisher ist es so, dass in den Kitas ganz verschiedene Beobachtungsinstrumente verwendet werden. Problematisch ist das dann, wenn das Kind wegen eines Umzuges die Kita wechselt oder wenn sich die Erzieher ändern oder wegen Krankheit ausfallen“, erklärt Dörthe Schmidt, die Leiterin der Eberswalder Einrichtung "Gestiefelter Kater". Bei jedem Wechsel muss das Kind neu eingeschätzt werden.
Im Landkreis Barnim ändert sich das fortan. Nach und nach wird in allen Kitas das „Instrument zur Beobachtung, Reflexion, Entwicklungsdokumentation und Planung der pädagogischen Arbeit“ eingeführt. Die Stadt Eberswalde hat dies mit der Unterzeichnung der Kooperation am 26. Oktober 2015 besiegelt. „Damit gibt es in allen Kitas ein einheitliches Instrument, das vor allem mit Unterstützung von Praktikern entwickelt wurde“, erklärt Renate Wolter, die Leiterin des Sachgebietes Bildung im Rahmen der Bildungsinitiative des Landkreises. Von der Stadt Eberswalde haben die beiden Kitaleiterinnen Dörte Schmidt und Brigitte Kleiner an der Entwicklung mitgewirkt. Brigitte Kleiner, Leiterin der Kita Pusteblume, wird das neue Instrument nun in allen 13 städtischen Kitas einführen und den Erzieherinnen und Erziehern als Ansprechpartnerin beiseite stehen.
Die Kooperation über die Qualitätsentwicklung in Kindertagesstätten der Stadt Eberswalde ist ein weiterer Baustein im Rahmen der Bildungsinitiative Barnim. „Vor einigen Jahren waren wir äußerst unzufrieden mit den Bildungsergebnissen. Es gab eine deutliche Zahl an Schulabbrechern und Sprachdefizite bei Kitakindern. Die Bildungsinitiative Barnim wurde gegründet und es war klar, dass die Bildungsarbeit so früh wie möglich, im Kitaalter beginnen sollte“, blickt Landrat Bodo Ihrke zurück. Von Anfang an stand die Stadt Eberswalde als Träger von 13 Kindertagesstätten als Kooperationspartner beiseite. „Und bevor wir etwas in der Fläche machen, beginnen wir lieber mit Piloten, mit unseren Kooperationspartnern“, so Ihrke mit Blick zum Eberswalder Bürgermeister. „Ich finde es richtig, dass bei den ganz Kleinen angefangen wird. Und richtig gut finde ich, dass Kitas nicht nur materiell, sondern auch inhaltlich unterstützt werden“, so Friedhelm Boginski.