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Barnim weiter im Aufschwung

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Landkreis wird auch als Wirtschaftsstandort zunehmend attraktiv

Die wirtschaftliche Situation vieler Barnimer hat sich in den vergangenen zehn Jahren deutlich verbessert. Das belegen Statistiken der Bundesagentur für Arbeit. Demnach waren 2006 insgesamt 14.790 Menschen ohne Beschäftigung. Zehn Jahre später lag die Zahl gerade einmal 6.281 Menschen. Im Juli 2017 waren es sogar erstmals weniger als 6000 Menschen (5960). Das entspricht einer Quote von 6,2 Prozent.

„Natürlich zeigt sich in diesen Zahlen auch die allgemein gute konjunkturelle Lage. Allerdings lässt sich aus dieser Statistik auch herauslesen, wie gut die Unternehmen im Barnim aufgestellt sind“, erklärt Dr. Wilhelm Benfer, kommissarischer Kreisentwicklungsdezernent im Landkreis Barnim.  „Die über Jahre stetig sinkende Quote zeugt von einer insgesamt gesunden und nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung, trotz der einzelnen schmerzlichen Insolvenzen der vergangenen Jahre.“

Dass der Barnim nicht nur als Wohn- sondern auch als Wirtschaftsstandort an Attraktivität gewonnen hat, macht auch eine andere Zahl deutlich. So gab es vor zehn Jahren im Landkreis 40.475 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Ende 2016 waren es indes deutlich mehr als 48.000 (48.236). Prozentuak blieb im gleichem Zeitraum die Bevölkerungszunahme im Landkreis deutlich hinter diesem Arbeitsplatzwachstum zurück. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen sind es, die es in den Barnim zieht. „Diese Unternehmen sind unser Rückgrat“, ist sich Dr. Benfer sicher. Wie stabil sie seien, habe sich in den weltweiten Krisen der vergangenen Jahre gezeigt. „Während überall von gefährdeten Arbeitsplätzen, Banken- und Finanzkrisen die Rede war, wurden im Barnim weiter Arbeitsplätze geschaffen“, so der kommissarische Kreisentwicklungsdezernent weiter.

Dr. Benfer wirbt allerdings auch dafür, in den Bemühungen nicht nachzulassen. Denn nach wie vor pendelten viele Menschen zu ihren Arbeitsplätzen außerhalb des Landkreises.  Inzwischen sind dies über 20.000 mehr Auspendler als Einpendler. „Vor allem im berlinnahen Bereich haben wir noch Potenziale“, ist er sich sicher und verweist auf die Anstrengungen des Landkreises, zum Ausbau der wirtschaftsnahen Infrastruktur beizutragen. Erst vor knapp drei Wochen bewilligte der Bund Fördermittel in Millionenhöhe für den Breitbandausbau.