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Gebietsreform und Innovation auf Agenda

Foto: Kreisreise Werneuchen1 / Oliver Koehler

Landrat Bodo Ihrke besucht Werneuchen

Die von der Landesregierung derzeit diskutierten Pläne zur Kreisgebietsreform beschäftigen zunehmend auch die Bürgermeister und Abgeordneten in den Barnimer Städten und Gemeinden. Für die Stadt Werneuchen blickts Barnims Landrat Bodo Ihrke in diesem Zusammenhang optimistisch in die Zukunft. „Die Stadt hat sich in den vergangenen Jahren toll entwickelt und wird ganz sicher weiter wachsen“, sagte er bei seinem Treffen mit der Verwaltungsspitze und betonte, dass eine Reform auf kommunaler Ebene für diese Legislatur nicht angedacht sei. Dennoch findet er es vernünftig, wenn die Stadt mit den Nachbarn im Gespräch bleibe, um über mögliche Zukunftsmodelle zu diskutieren.

Werneuchens Bürgermeister Burkhard Horn begrüßte die Ausführungen des Landrates, machte aber dennoch deutlich, dass man in der Stadt durchaus mit Sorge auf die Reform schaue. „Die Stadt wächst leider bislang nur langsam und die Angst vor einem Zwangszusammenschluss bleibt“, sagte er.

Im weiteren Verlauf des Treffens sprach Horn auch noch einmal die Pläne des Kreises zur Übernahme derweiterführenden Schulen an. „Wir wollen unsere Schule behalten“, stellte er klar. Zudem übergab er an den Landrat eine Resolution, in der für den Ausbau des Radwegenetzes in der Stadt geworben wird. Die Unterbringung von Flüchtlingen sowie das Angebot im ÖPNV waren weitere Themen des Gesprächs.

Im Anschluss lud Horn den Landrat zu einem Besuch in einer Milchviehanlage am Rande der Stadt ein. Dabei konnte sich der Landrat von der Leistungsfähigkeit und Innovationskraft eines solchen Betriebes überzeugen. In der Anlage, die der Firma Stadtgüter Birkholz gehört, gehen die Tiere freiwillig zum Melken. Das übernimmt dann ein Roboter. Und auch der Stall wird automatisch gereinigt.

Die Abfälle der Tiere landen in der hauseigenen Biogasanlage, in der 340 kw Leistung erzeugt werden – 100 kw für den Eigenbedarf, der Rest wird eingespeist. „Es ist hochspannend zu sehen, wir Viehhaltung heute betrieben werden kann und welche Synergien und Möglichkeiten sich dabei ergeben“, zeigte sich Landrat Ihrke beeindruckt.

Foto: Kreisreise Werneuchen1 / Oliver Koehler