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GLG-Notfallmediziner gehen in die Luft

Foto: Besatzung der esten Stunde / GLG Barnim

14 Ärzte gehören zum Team des Rettungshubschraubers „Christoph 64“

Presseinformation der GLG Gesellschaft für Leben und Gesundheit

Die Ärzte der GLG Gesellschaft für Leben und Gesundheit engagieren sich rund um die Uhr für ihre Patienten - und gehen für sie sogar in die Luft. Mit 14 der insgesamt 19 Notfallmediziner, die an der neuen Luftrettungsstation der DRF Luftrettung in Angermünde eingesetzt werden, stellt die GLG die Mehrzahl der fliegenden Lebensretter. Der außergewöhnlichste Landeplatz der Region auf dem Dach des Werner Forßmann Krankenhauses wird damit noch häufiger Schauplatz für eine schnelle Lebensrettung sein.
Das erste Wochenende hatte es in sich: Gleich zehn Mal musste die dreiköpfige Besatzung von „Christoph 64“ ausrücken. Verkehrsunfälle, Kreislaufzusammenbrüche, Herzinfarkt, Schlaganfall - die schnelle Hilfe aus der Luft rettet Leben. Weite Wege sind für den Hubschrauber kein Problem, Notfallorte in einem Umkreis von 60 Kilometern sind binnen 15 Minuten zu erreichen. „Ich hoffe, dass damit in der gesamten Region eine bessere und schnellere notärztliche Versorgung ermöglicht wird, insbesondere ein schnellerer Transport bei bestimmten Krankheitsbildern und Verletzungsmustern, bei denen die Zeitfrage eine wesentliche Rolle spielt“, sagt Dr. Gerd Hartmann, Leitender Notarzt im Werner Forßmann Krankenhaus und selbst neues Besatzungsmitglied im „Christoph 64“. Seit immerhin 25 Jahren hat er sich für die Stationierung eines Rettungshubschraubers in der Region stark gemacht. Dass dieser dringende Wunsch mit der Luftrettungsstation in Angermünde in Erfüllung gegangen sei, ermögliche Patienten in der Uckermark und im Barnim nun auch in der Nähe ihres Lebensumfeldes zeitnah und qualitativ hochwertig medizinisch versorgt zu werden.
Der rot-weiße Hubschrauber vom Typ EC 135, ausgestattet mit Überwachungsmonitoren, modernen Geräten zur Diagnostik und natürlich lebensrettenden Medikamenten, ist aber nur ein Bestandteil unverzüglicher Hilfeleistung. „Christoph 64“ ist nichts ohne seine hochqualifizierte Besatzung. Am Premierenwochenende übernahm die erfahrene Mannschaft aus Notfallsanitäter Ronald Müller, Stationsleiter und Pilot Birger Wurmbach sowie dem leitenden Hubschrauberarzt in Angermünde, Dr. Henning Blaich, die ersten Notfalleinsätze.

Alle drei haben bereits viele Jahre in Bad Saarow zusammengearbeitet und bilden nun das Leitungsteam der 31. Station der DRF Luftrettung. Die gemeinnützige tätige Organisation hatte nach einer europaweiten Ausschreibung 2014 den Zuschlag für die Betreibung der Luftrettungsstation für 25 Jahre erhalten. Nach knapp einem Jahr Bauzeit wurde die Luftrettungsstation am ersten August-Wochenende in Betrieb enommen. Von den insgesamt 19 Notärzten, die ihren Dienst mithilfe des schnellen Rettungshubschraubers verrichten, kommen 14 aus den GLG-Krankenhäusern. Sie alle sind hochqualifizierte Notfallmediziner, die bereits jahrelange Erfahrung „auf dem Boden“ gesammelt haben.
„Kein notarztbesetztes Rettungsmittel bietet eine so enorme Professionalisierung wie dieses. Obwohl bis auf Ausnahmen das Einsatzspektrum das gleiche ist, arbeitet man hier als Arzt mit einem vorzüglich ausgebildeten, motivierten und erfahrenen Notfallsanitäter, HEMS-TC genannt, und einem Piloten zusammen, für den dasselbe gilt. Darüberhinaus kommen hier komplexe Einsatzszenarien etwas häufiger vor“, erklärt Dr. Kai Seelig, Oberarzt der Chirurgie am Krankenhaus Prenzlau, seine Motivation für die Luftrettung. Dass die schnelle Hilfe durch Einsätze mit dem Rettungshubschrauber eine medizinische Versorgung von Patienten ohne Zeitverlust ermöglicht und „Christoph 64“ damit als ideales Rettungsmittel
gerade in dünnbesiedelten und weitläufigen Region gilt, das hänge maßgeblich von der Besetzung ab, verdeutlicht Dr. Henning Blaich. „Die Ärzte aus der Region kennen die Krankenhäuser und ihr Behandlungsspektrum, sodass jederzeit gewährleistet ist, dass jeder Patient auf kürzestem Wege die optimale Behandlung erfährt. Sie sind mit ihrem Fachwissen und ihren Kenntnissen der regionalen Gegebenheiten unverzichtbar.“
Mit dem wachsenden Engagement der GLG in der Luftrettung - allein 12 Ärzte kommen aus dem Werner Forßmann Krankenhaus - steigt nach den Erwartungen aller Beteiligten auch das Aufkommen am 2007 in Betrieb genommenen Hubschrauberlandeplatz in Eberswalde.
„Als Schwerpunktkrankenhaus mit allen Fachrichtungen, einem spezialisierten Notfallzentrum und dem zertifizierten Traumazentrum haben wir alle Ressourcen, um jeden Patienten auf höchstem Niveau zu behandeln“, sagt Dr. Timo Schöpke, Direktor des Notfallzentrums am Werner Forßmann Krankenhaus. Dass die Zusammenarbeit funktioniert, das kann Dr. Henning Blaich bestätigen. „Mit dem Eberswalder Kollegen haben wir eine sehr kollegiale Zusammenarbeit. Die Versorgung der Patienten hat bereits am ersten Einsatzwochenende mehrfach reibungslos funktioniert.“

Foto: GLG / Besatzung der ersten Stunde: Notfallsanitäter Ronald Müller, Pilot und Stationsleiter Birger Wurmbach und Notarzt Dr. Henning Blaich (v.l.) an ihrem ersten Arbeitstag auf der Luftrettungsstation Angermünde. Sie freuen sich auf die Zusammenarbeit mit den GLG-Ärzten, die die Mehrzahl der Notfallmediziner für den fliegenden Rettungsdienst bereitstellen.

Kontakt:
GLG Öffentlichkeitsarbeit, Telefon: 03334/69-2105, E-Mail: [email protected]-mbh.de