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Hohes Unfallrisiko zu Schuljahresbeginn

Foto: Tim Reckmann

Barnimer Verkehrsbehörde kontrolliert verstärkt vor Schulen

Seit dieser Woche ist vor den Schulen im Landkreis wieder einiges los. Für die zahlreichen Schulanfänger ist der Weg zur Schule deshalb bereits die erste Herausforderung, die es zu meistern gilt. Die Straßenverkehrsbehörde des Landkreises ruft deshalb alle Verkehrsteilnehmer dazu auf, in diesen Tagen besonders wachsam zu sein. „Das verkehrssichere Kind gibt es nicht, vielmehr kann die Sicherheit für Kinder auf dem Schulweg nur dann verbessert werden, wenn der Verkehrsraum und Verkehrsfluss kindersicher organisiert und gestaltet wird“, weiß Marcel Kerlikfosky, Leiter der Barnimer Straßenverkehrsbehörde zu berichten.

Dass dies ein schwieriges Unterfangen ist, belegen die Zahlen aus dem vergangenen Jahr. 2015 ereigneten sich im Landkreis Barnim insgesamt 53 Verkehrsunfälle in der Altersgruppe 6 bis 14 Jahre. Kinder seien aufgrund ihres Alters, ihrer geringen Größe und mangelnden Erfahrungen mit dem Straßenverkehr auf dem Schulweg besonders gefährdet, nennt Kerlikofsky die Gründe. „Sie erleben den Verkehr völlig anders als Erwachsene. Die Kleinen nehmen ihn eher spielerisch und beiläufig wahr, ohne dass ihnen die Gefahren immer bewusst sind.“ Das Problem sei dabei, dass Geschwindigkeiten und Entfernungen oft nicht richtig eingeschätzt werden, so Kerlikofsky weiter.

Um ihrem Ansinnen Nachdruck zu verleihen, belässt es die Straßenverkehrsbehörde nicht nur bei einem Appell. In den ersten Wochen nach Schulstart wird vor vielen Schulen im Landkreis verstärkt die Einhaltung der Geschwindigkeiten kontrolliert.