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IQ-Projekt unterstützt Anerkennung ausländischer Abschlüsse

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Anpassungsqualifizierungen in den sozialen Ausbildungsberufen und den Gesundheitsfachberufen

Das Projekt „Anpassungsqualifizierungen in den sozialen Ausbildungsberufen und den Gesundheitsfachberufen“ unterstützt und begleitet Personen im Land Brandenburg, die eine zusätzliche Qualifizierung benötigen, um die Gleichwertigkeit ihres Berufsabschlusses nachzuweisen.
Durch das Anerkennungsgesetz haben Personen mit im Ausland erworbenen Abschlüssen unabhängig von Staatsangehörigkeit und Aufenthaltsstatus den Anspruch auf ein Verfahren zur Prüfung der Gleichwertigkeit ihrer Berufsqualifikationen.
Was ist aber, wenn keine volle Gleichwertigkeit zum deutschen Referenzberuf festgestellt werden kann? Ermittelt die zuständige Stelle Unterschiede in Inhalt und Umfang der Ausbildung, oder einen zusätzlichen Bedarf an deutschen Sprachkenntnissen, so können diese durch Qualifizierungsmaßnahmen ausgeglichen werden. In einigen Berufen (wie Gesundheits- und KrankenpflegerInnen) ist dieser Ausgleich Voraussetzung, um in dem Beruf arbeiten zu können. Grundsätzlich besteht je nach Berufsabschluss die Möglichkeit eine Prüfung (Eignungs- oder Kenntnisprüfung) abzulegen oder durch einen Anpassungslehrgang gezielt theoretische oder praktische Ausbildungsinhalte nachzuholen.
Das Projekt „Anpassungsqualifizierungen in den sozialen Ausbildungsberufen und den Gesundheitsfachberufen“ unterstützt Personen mit dem Bedarf an Qualifizierungsmaßnahmen bis zur Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung und damit der vollen Anerkennung des ausländischen Abschlusses. Dazu werden individuelle Qualifizierungspläne erstellt, passende Maßnahmen ermittelt und Finanzierungsmöglichkeiten besprochen. Es ist eine Förderung durch das IQ-Projekt möglich.
Derzeit finden zwei Anpassungslehrgänge zur/zum Gesundheits- und KrankenpflegerIn statt, die durch das Projekt mit individuellem Coaching für die Teilnehmenden begleitet werden. Zusätzlich wurde durch das Projekt eine die Lehrgänge begleitende Sprachförderung initiiert, die sich den individuellen fachsprachlichen Bedarfen im Bereich Pflege annimmt. Dadurch können parallel zum Unterricht und den praktischen Phasen im Krankenhaus sprachliche und persönliche Hürden ermittelt und überwunden werden. Der nächste Lehrgang startet im September. Es sind noch Restplätze vorhanden.
Eine individuelle Beratung für Interessierte aus den Bereichen Gesundheitsfachberufe (z.B. Gesundheits- und KrankenpflegerInnen) oder soziale Ausbildungsberufe (z.B. ErzieherInnen) kann nach vorheriger Absprache in Bernau erfolgen.

Das Teilprojekt „Anpassungsqualifizierungen in den sozialen Ausbildungsberufen und den Gesundheitsfachberufen“ im Förderprogramm Integration durch Qualifizierung (IQ) ist angesiedelt bei:

Kontakt Eberswalde e.V.

Bahnhofsplatz 216321 BernauTel.: +49 03338 70 59 43 0

Anne Dann
[email protected]
Janine Schwirzer
j.schwirzer@kontakt-eberswalde.de

Das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung“ zielt auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen mit Migrationshintergrund ab. Das Programm wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA).