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Jahr der Entscheidungen für den Finowkanal

Im Norden Brandenburgs gibt es für den Wassertourismus die größten Potenziale in ganz Europa. Das machte Barnims Landrat Bodo Ihrke gleich zu Beginn eines Symposium zum Thema „Bedrohte Wasserstraßen“ im Eberswalder Paul-Wunderlich-Haus deutlich.

Aus diesem Grund macht sich Ihrke für den Erhalt des Finowkanals, der ältesten künstlichen Wasserstraße in Europa, stark. Man habe sich gemeinsam mit dem Bund als Eigentümer an den Tisch gesetzt und nach einem Sanierungs- und Betreiberkonzept gesucht, wusste Ihrke zu berichten. Nun liege ein Lösungsvorschlag vor. „2015 ist für den Finowkanal ein Jahr der Entscheidungen“, so der Barnimer Landrat weiter.

Dass es auch in anderen Regionen Deutschlands Sorge um die dortigen Wasserstraßen gibt, belegten die rund 70 Teilnehmer des Symposiums. Darunter unter anderem einige regionale Initiativen Deutschlands, aber auch Vertreter der Generaldirektionen Wasserstraßen und Schifffahrt. Für sie sind die Nebenwasserstraßen des Bundes, die ausschließlich touristisch genutzt werden, ein wichtiges zu erhaltenes Kulturgut.

In den Redebeiträgen wurde deutlich, dass die Probleme an diesen Wasserstraßen im Kern in allen Regionen immer gleich sind. Die Wasserstraßen sind touristisch sehr, aber es fehlen die Mittel für die Sanierung und Instandsetzung der Bauwerke, insbesondere der Schleusen, so dass den Wasserwegen die Schließung droht.

Diskutiert wurde im Forum auch das erste Angebot des Bundes,  fünf bedrohten Wasserwegen in Deutschland, wozu auch der Finowkanal gehört, 50 Prozent der Kosten für die Sanierung der Schleusen zu übernehmen, wenn diese in eine neue Trägerschaft überführt werden. Für den Finowkanal bleibt es jetzt den weiteren Verhandlungen und Gesprächen mit Bund Land und Anliegerkommunen vorbehalten, wie dieses Angebot weiter untersetzt wird und welche gemeinsamen Schritte unternommen werden, um diesen durchgängig schiffbar zu halten. Im Jahr 2015 werden hierfür die Weichen gestellt.

Initiiert und organisiert wurde das Symposium vom Verein „Unser Finowkanal“.