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Landkreis Barnim und Agentur für Arbeit - gemeinsamens Integrationskonzept

Foto: Pressekonferenz Integration in Arbeit / Oliver Köhler Foto: Pressekonferenz Integration in Arbeit / Oliver Köhler

Partner setzen auf Maßnahmenpaket

Auf ein ganzes Bündel gemeinsamer Maßnahmen zur Integration von Flüchtlingen haben sich der Landkreis Barnim und die Agentur für Arbeit verständigt. Darüber informierten beide Partner heute im Rahmen eines Pressegespräches in der Ertaufnahmeunterkunft in der Eberswalder Eisenbahnstraße.

„In den vergangenen Monaten haben wir zunächst alle Kraft darauf verwendet, den ankommenden Flüchtlingen eine vertretbare Unterkunft zur Verfügung stellen zu können“, erklärte Barnims Sozialdezernentin Silvia Ulonska. Nun gehe das Augenmerk aber immer stärker in Richtung Integration in die Gesellschaft. Für die erwerbsfähigen Flüchtlinge solle die Integration möglichst durch Arbeit und Ausbildung erleichtert werden. „Dabei setzen wir auf frühstmögliche Begleitung auf diesem Weg. Bereits in der Erstaufnahmeunterkunft werden die für den Arbeitsmarkt geeigneten Flüchtlinge ermittelt. Diese werden auf dem Weg in die Integration in Arbeit oder Ausbildung intensiv begleitet“, so Silvia Ulonska weiter.

„Dazu müssen wir den Flüchtlingen Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt anbieten“, ergänzte Vize-Landrat und Wirtschaftsdezernent Carsten Bockhardt und verwies auf die zahlreichen Ideen und Initiativen, die man in diesem Zusammenhang bereits zusammengetragen hat. Für die Flüchtlinge, die eine Blebeberechtigung erhalten, ist die gemeinsame Einrichtung von Agentur für Arbeit und Landkreis Barnim, das Jobcenter Barnim zuständig. „Wir arbeiten in einem Dreiergespann sehr eng zusammen und beziehen die Akteure auf dem Arbeitsmarkt intensiv mit ein.Nur so kann Integration erfolgreich sein und gelingen“, so Bockhardt weiter.

„Mit unseren gemeinsamen Aktivitäten unterstützen wir die Integration von Flüchtlingen in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt Schritt für Schritt und sehr individuell. So werden die Kompetenzen der Flüchtlinge erfragt, erfasst und getestet. Für das Testen der Fähigkeiten stellen wir Kontakte zu Arbeitgebern her und empfehlen Praktika zum gegenseitigen Kennenlernen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Die schnellsten Chancen bieten sich für Flüchtlinge zurzeit im Helferbereich in verschiedenen Branchen, wie etwa in der Gastronomie, in der Land- und Forstwirtschaft und im produzierenden und Dienstleistungs-Gewerbe. Alle beteiligten Partner engagieren sich hier, um trotz der noch vorhandenen Sprachhürden Flüchtlinge in Arbeit und Ausbildung zu vermitteln“, ergänzte die Leiterin der Agentur für Arbeit Eberswalde, Petra Röhlinger-Hissnauer.

Die Verabredungen, die beide Behörden nun getroffen haben, umfassen mehrere Bereiche. Zentraler Bestandteil ist zunächst das Thema Sprache/Sprachförderung. Aber auch die Analyse der Fähigkeiten und Fertigkeiten der Flüchtlinge, der Aufbau von Kontakten zu Partnern aus der Wirtschaft sowie die Vermittlung von Kultur und Werten spielen eine Rolle. Die Unterstützung der zahlreichen Ehenamtler und Willkommensinitiativen wird in diesem Prozess beim Erlernen der deutschen Sprache, Arbeitgeber zu finden und Leben und Lernen in Deutschland zu vermitteln besonders benötigt.