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Nordbrandenburger Johanniter spenden Feldküche für syrische Flüchtlinge

Gerd Altmann / pixelio.de

850 Menschen täglich werden so versorgt

Über den Verein www.orienthelfer.de übergab der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Nordbrandenburg am 16. Februar 2015 eine dringend benötigte Feldküche für die syrische Flüchtlingshilfe. Der Feldkochherd stammt aus den Beständen des Katastrophenschutzes des Landkreises Barnim.  Das durch einen modernen Feldkochherd  bereits 2014 ersetzte Gerät eignet sich besonders gut für den Einsatz in Krisengebieten, da es noch mit fossilen Brennstoffen betrieben werden kann. Der Feldkochherd wird mit Hilfe der Bundeswehr an ein Flüchtlingslager im Libanon verschickt, um die Lebenssituation der vorwiegend dort lebenden Kinder zu verbessern.
Auf dem ehemaligen Eberswalder Kranbaugelände wurde am Vormittag des 16. Februars die Feldküche auf einen Transporter geladen, der die rund 600 Kilogramm schwere Feldküche in den Libanon bringt. Mit der Feldküche der Johanniter können jeden Tag rund 850 Menschen in den Flüchtlingslagern mit warmen Mahlzeiten versorgt werden.
Seit dem Ausbruch des Bürgerkriegs im Jahr 2011 sind fast die Hälfte aller Syrer auf der Flucht: Rund 7,6 Millionen Vertriebene innerhalb Syriens und mehr als 3 Millionen Flüchtlinge in den Nachbarstaaten sind die traurige Bilanz einer der größten humanitären Katastrophen der vergangenen Jahrzehnte. „Die Flüchtlingskatastrophe in den Nachbarländern Syriens fordert von uns neben einer langfristigen politischen Lösung vor allem eins: schnelle Hilfe für die Betroffenen. Als uns die Nachricht erreichte, dass im Libanon dringend Feldküchen zur Versorgung der Flüchtlinge gebraucht werden, haben wir sofort gehandelt“, sagt Ralf Opitz, Regionalvorstand der Johanniter in Nordbrandenburg.
Um syrische Flüchtlinge zu unterstützen, sind die Johanniter seit Ende 2012 in der Region tätig und haben bereits mehr als 35 000 Flüchtlinge in Jordanien und im Libanon mit Hilfsgütern wie Decken, Matratzen, Hygieneartikeln und Kleidung ausgestattet. Ein weiteres schwerwiegendes Problem ist die Versorgung der Flüchtlinge mit sauberem Wasser. Die Johanniter haben deshalb Wassertanks repariert. Außerdem haben sie Abwasserleitungen installiert. Um darüber hinaus die Lebenssituation der Flüchtlinge insgesamt zu verbessern, haben die Johanniter in Jordanien und im Libanon die Unterkünfte der Flüchtlinge renoviert. Die Projekte der Johanniter werden mit Mitteln des Auswärtigen Amtes unterstützt und haben ein Gesamtvolumen von 2,2 Millionen Euro.