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Späte Ehre für die „große Schwester“ der Kiefer

Foto: pine cones / pixabay.com Foto: pine cones / pixabay.com

Die Fichte wird Baum des Jahres 2017

Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg

Potsdam – Die Fichte, die wie keine andere Baumart den deutschen Wald der letzten zwei Jahrhunderte prägte, wurde durch das Kuratorium Baum des Jahres für 2017 zum Baum des Jahres gewählt. Das wurde heute im Berliner Zoo bekanntgegeben.

Geringe Niederschläge und relativ hohe Jahrestemperaturen in Brandenburg sind der begrenzende Faktor für das Gedeihen der Fichte im Land. So hat sie hier nur ein sehr kleines natürliches Verbreitungsgebiet in der Niederlausitz. Künstlich angebaut steht die Fichte auf kleinen Flächen vor allem in den klimatisch nicht so trockenen nördlichen Landesteilen. Die Fichte kommt in Brandenburgs Wäldern auf einer Fläche von 16.855 Hektar vor, das sind nur 1,6 Prozent der gesamten Waldfläche. Die „Brandenburger Durchschnitts-Fichte“ ist 58 Jahre alt, 20 Meter hoch und hat einen Durchmesser von 24 Zentimetern.
Als besonderes Naturdenkmal und touristischer Anziehungspunkt in Brandenburg gilt die 180 Jahre alte, jedoch 2007 vom Sturm gefällte „Wurzelfichte in Buckow“ im Landkreis Märkisch-Oderland. In früheren Jahrhunderten wurde in Brandenburg der Begriff Fichte für alle Nadelbäume, auch für die Kiefer verwendet. So gibt es noch heute Waldbezeichnungen wie „Bauernfichten“.

So wie die Kiefer in Brandenburg steht die Fichte in anderen deutschen Landesteilen symbolisch für gelungene Wiederbewaldungen nach den großen Holznöten im 18. und 19. Jahrhundert. Die Fichte liefert auf dem richtigen Standort gute Holzerträge, aber sie ist auch sehr wind- und schädlingsanfällig. Deshalb gilt auch für sie: in Mischbeständen mit Laub- und anderen Nadelbaumarten bildet die Fichte einen stabilen ökologisch wertvollen Wald.

Weitere ausführliche Informationen zur Fichte finden Sie unter www.baum-des-jahres.de