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Über 150 Fotos zur Deutschen Einheit

Foto: Ausstellung Einheit / Oliver Köhler

Ausstellungseröffnung im Eberswalder Paul-Wunderlich-Haus

In diesem Jahr jährt sich die Wiedervereinigung Deutschlands zum 25. Mal. Aus diesem Anlass geben die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und das Auswärtige Amt eine Ausstellung heraus, die den Weg zur Deutschen Einheit von der Friedlichen Revolution im Herbst 1989 bis zur Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 nachzeichnet. Heute wurde sie in Eberswalde eröffnet.

„Geschichte ist das, was darüber berichtet wird“, sagte Barnims Landrat Bodo Ihrke zur Ausstellungseröffnung. Um sich ein differenziertes Bild machen zu können, sei es deshalb wichtig, dass viele sich mit der Geschichte befassten. „Ich bin froh, dass es diese Ausstellung gibt und nachwachsende Generationen etwas über diese wichtige Zeit erfahren können“, so Ihrke weiter. Vor allem freue ihn, dass dabei auch neue Medien eingesetzt würden.

Auf diese Weise ließen sich auch die Berichte von Zeitzeugen weiter transportieren, stimmte Eberswaldes Bürgermeister Friedhelm Boginski zu. Für die Stadt sei die Ausstellungseröffnung der Auftakt zu einer ganzen Reihe von Veranstaltungen rund um das Thema 25 Jahre Wiedervereinigung.

Die Ausstellungstexte sowie über 150 Fotos und Faksimiles beschreiben, wie die Friedliche Revolution in der DDR die Frage der deutschen Einheit unverhofft auf die Tagesordnung der deutschen und internationalen Politik setzte. Die Schau widmet sich dabei gleichermaßen der innerdeutschen Entwicklung wie den diplomatischen Verhandlungen, die den Weg zur Wiedervereinigung im Einvernehmen mit den europäischen Nachbarn sowie den USA ermöglichte.

Dem Projekt „Gedächtnis der Nation“ ist es zu verdanken, dass Besitzer internetfähiger Mobiltelefone in der Ausstellung mittels QR-Codes auf 18 Videopodcasts zugreifen können, in denen Zeitzeugen auf die ereignisreiche Entwicklung im Jahr 1990 zurückblicken. Autor und Kurator der Ausstellung, die auch im Auswärtigen Amt zu sehen war, ist der Zeithistoriker Dr. Ulrich Mählert, der in der Bundesstiftung Aufarbeitung den Arbeitsbereich Wissenschaft leitet.
    
Mehr Informationen unter: www.bundesstiftung-aufarbeitung.de