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Neue Wohnideen für Eberswalde

Pressestelle Eberswalde

Architekturbüro stellt Ideen vor

Baugrundstücke mitten im Stadtzentrum sind in Eberswalde nur noch vereinzelt zu finden. Um die wenigen freien Flächen bestmöglich und zu bezahlbaren Preisen anbieten zu können, geht die Stadt Eberswalde mit Projekten für Baugruppen neue Wege.
Die Grundstücke zwischen Braut- und Jüdenstraße und Goethestraße/Schweizer Straße werden in Kooperation mit den Architekturbüros DMSW und WOCAArchitektur entwickelt. „An der Goethestraße/Schweizer Straße sowie zwischen Braut- und Jüdenstraße werden zwei Baulücken in attraktiver Lage als so genannte Baugruppen entwickelt“, so Anne Fellner, die Baudezernentin der Stadt. Der Vorteil besteht im Zusammenschluss verschiedener Bauherren, die gemeinsam planen und bauen und sich die Kosten teilen. Das Bauen in Baugruppe erlaubt es, sich Wohnraum individuell und vergleichsweise günstig zu schaffen. Als Gemeinschaft von Eigentümern kann die Baugemeinschaft ohne zwischengeschalteten Bauträger Wohnprojekte realisieren. Im Vergleich zur Einzellösung kommen für Baugruppen auch Grundstücke größeren Zuschnittes in städtischen Lagen in Frage. Die zukünftigen Nachbarn lernen sich bereits bei der gemeinsamen Planung kennen und entscheiden selbst, mit wem sie gemeinsam planen, bauen und wohnen möchten.
Bei Zustandekommen der Baugruppe ist der Baubeginn nächstes Jahr geplant. Als ersten Schritt hat die Stadtverwaltung die Grundstücke für die neuen Baugemeinschaften reserviert. Das Grundstück Goethestraße/ Schweizerstraße ist mit einem drei- bis viergeschossigen Gebäude projektiert und soll für sechs bis acht Wohnungen mit jeweils etwa 60 bis 120 m² Wohnfläche Raum bieten.
Die Baugrundstücke in der Jüden- und Brautstraße grenzen im Hofbereich aneinander und werden derzeit als ein großes Baugrundstück wahrgenommen, das beide Straßen miteinander verbindet. In beiden Straßen soll die Blockrandbebauung geschlossen werden. Nur zur Jüdenstraße 13 verbleibt ein Abstand, da hier ein Wegerecht besteht. Dieser Durchgang dient zukünftig auch als Zugang zu den Parkmöglichkeiten im Hof. In der Jüdenstraße ist eine drei- bis viergeschossige Bebauung vorgesehen, die die Höhe der angrenzenden Bebauung aufnimmt und auch das auffällige Dachspiel der Nachbarbebauung aufgreift. Hier bietet sich Platz für etwa acht Einheiten, die als Townhouses und als Geschoßwohnungen zwischen 90 und 140 m² aufweisen.
In der Brautstraße ist eine zwei- bis dreigeschossige Bebauung mit fünf Geschosswohnungen zwischen 60 und 100 m² angedacht. Ein Zusammenschluss der Grundstücke und Baugruppen eröffnet die Möglichkeit, die Parkraumbewirtschaftung effizienter zu gestalten und attraktive Gemeinschaftsräume und auch Gemeinschaftsgärten zu gestalten.
Eine weitere neue Wohnform kann direkt am Finowkanal in der Messingwerksiedlung entstehen. Hier verfolgt die Projektgesellschaft Kühnel, Rütten, Brehm GbR den Plan, die Halle 15 in ein Wohngebäude mit attraktiven Lofts umzugestalten. Die denkmalgeschützte Halle wurde 1906 auf dem Erdgeschoss des historischen Brennofengebäudes von 1760 erbaut. Seit Jahren liegt sie ungenutzt inmitten der zum größten Teil sanierten Messingwerksiedlung brach. Nun soll sie zu großzügigen Lofts ausgebaut werden, wobei die Fassaden weitgehend unverändert, aber denkmalgerecht instandgesetzt werden. Die neun zwischen 95 und 145 m² großen Wohnungen werden großzügige, hohe und lichtdurchflutete Wohnbereiche. Nach Süden werden sie sich zum Messingwerkhafen und Finowkanal öffnen.
Interessenten können sich bei der Stadt Eberswalde im Liegenschaftsamt unter der Nummer 03334 64230 melden.