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Bauanzeige

Bearbeitung eines Antrages für die Errichtung und Änderung von Wohngebäuden geringer Höhe, einschließlich der zugehörigen Stellplätze, Garagen und Nebenanlagen, sowie für Gewächshäuser mit nicht mehr als 5 m Höhe im Geltungsbereich eines rechtswirksamen Bebauungsplans gemäß § 62 BbgBO.

Dabei muss das Bauvorhaben im Geltungsbereich eines rechtswirksamen Bebauungsplanes nach § 30 Abs. 1 oder 2 des BauGB liegen, den Festsetzungen des Bebauungsplans nicht widersprechen und die Erschließung muss gesichert sein.Das Bauanzeigeverfahren wird nur auf entsprechenden Antrag des Bauherrn eingeleitet. Es ist nur eröffnet, wenn plankonform gebaut werden soll. Zulassungen oder Abweichungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans (§ 31 BauGB) dürfen ebenso wenig erforderlich sein wie Abweichungen von bauordnungsrechtlichen Vorschriften des § 67 BbgBO.

Das Bauanzeigeverfahren bringt eine verfahrensrechtliche Erleichterung und eine deutliche Abkürzung des Verfahrens auf nur einen Monat. Diese Monatsfrist kann erreicht werden, weil eine Verlagerung der Verantwortung auf den Objektplaner erfolgt. Dazu erklärt der Objektplaner, dass er die Zulässigkeit des Vorhabens nach den planungs- und bauordnungsrechtlichen Vorschriften eingehend geprüft hat und die Verantwortung für diese Prüfung selbst trägt - mit Antragsunterlagen einzureichen: Formular „Erklärung des Objektplaners" nach § 63 BbgBO.

Gemäß § 53 BbgBO obliegt dem Bauherrn, zur Vorbereitung, Überwachung und Ausführung seines genehmigungsbedürftigen Bauvorhabens geeignete am Bau Beteiligte (Objektplaner / Bauüberwacher / Unternehmer) zu bestellen, die den Anforderungen der §§ 54 bis 55 BbgBO entsprechen.

Der Antrag auf Bauanzeige ist rechtzeitig vor dem geplanten Baubeginn unter Beilegung der vollständigen Bauvorlagen gemäß § 12 BbgBauVorlV einzureichen. Ein Nachreichen von Unterlagen ist nicht möglich (§ 62 Abs. 5 BbgBO). Entspricht die Bauanzeige nicht den Anforderungen des § 62 Abs. 4 BbgBO erfolgt die Untersagung der Bauausführung.

Die Bauanzeige entfaltet im Gegensatz zur Baugenehmigung keine Konzentrationswirkung, da im Bauanzeigeverfahren keine Baugenehmigung erteilt wird. Weitere erforderliche Genehmigungen (z. B. Fällgenehmigung) müssen somit selbst eingeholt werden.

  • 0,7% der Rohbausumme, mindestens 100 €
  • Brandenburgische Bauordnung (BbgBO)
  • Baugesetzbuch (BauGB)
  • Bauvorlagenverordnung (BauVorlV)
  • Baugebührenordnung (BauGebO)

  • rechtskräftiger Bebauungsplan

Ursula Barleben

Untere Bauaufsichtsbehörde

03334 214 1360

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