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WITO Wirtschafts- und Tourismusentwicklungsgesellschaft mbH des Landkreises Barnim

Landkreis informiert über Neue Influenza (Schweinegrippe)

Letzte Entwicklung im Barnim

Die Erkrankung ist im Landkreis Barnim ab der 1. Kalenderwoche 2010 erfasst worden. Seitdem sind 418 Krankheitsfälle an Neuer Influenza im Landkreis Barnim erfasst. Anfangs wurde die Krankheit aus den traditionellen Urlaubsgebieten Mallorca, Ibiza, Costa Brava eingeschleppt. Seit September erfolgt die Infektion auch in Deutschland. Es erkranken vor allem Kinder und Jugendliche. Bis zum 24. November 2009 sind im Landkreis 110 Kinder unter 15 Jahren erkrankt. Davon wurden sieben stationär aufgenommen. Meistens handelte es sich dabei um vorsorgliche Aufnahmen bei chronischen Grunderkrankungen, wie etwa Herzfehler oder Asthma.


aktueller Stand zu Erkrankungen:
 

Stand

alle (kumulativ)

bis 15 Jahre

davon stationär

über 15 Jahre

davon stationär

9. KW 2010

425

 

 

 

 

196

 

 

 

 

13

 

 

 

 

229

 

 

 

 

10

8. KW 2010

425

 

 

 

 

196

 

 

 

 

13

 

 

 

 

229

 

 

 

 

10

7. KW 2010

 

 

 

 

 

 

425

 

 

 

 

196

 

 

 

 

13

 

 

 

 

229

 

 

 

 

10

6. KW 2010

 

 

 

 

 

 

423

 

 

 

 

196

 

 

 

 

13

 

 

 

 

227

 

 

 

 

10

5. KW 2010

 

 

 

 

 

 

423

 

 

 

 

196

 

 

 

 

13

 

 

 

 

227

 

 

 

 

10

4. KW 2010

 

 

 

 

 

 

422

 

 

 

 

196

 

 

 

 

13

 

 

 

 

226

 

 

 

 

10

3. KW 2010

 

 

 

 

 

 

422

 

 

 

 

196

 

 

 

 

13

 

 

 

 

226

 

 

 

 

10

2. KW 2010

 

 

 

 

 

 

421

 

 

 

 

196

 

 

 

 

13

 

 

 

 

225

 

 

 

 

9

1. KW 2010 

 

 

 

 

 

 

418

 

 

 

 

195

 

 

 

 

12

 

 

 

 

223

 

 

 

 

9

53. KW 2009

 

 

 

 

 

 

414

 

 

 

 

193

 

 

 

 

11

 

 

 

 

221

 

 

 

 

9

52. KW 2009

 

 

 

 

 

 

410

 

 

 

 

192

 

 

 

 

11

 

 

 

 

218

 

 

 

 

9

51. KW 2009

 

 

 

 

 

 

400

 

 

 

 

187

 

 

 

 

10

 

 

 

 

213

 

 

 

 

9

50. KW 2009

 

 

 

 

 

 

358

 

 

 

 

162

 

 

 

 

9

 

 

 

 

196

 

 

 

 

8

49. KW 2009

 

 

 

 

 

 

281

 

 

 

 

126

 

 

 

 

7

 

 

 

 

155

 

 

 

 

8

48. KW 2009

 

 

 

 

 

 

281

 

 

 

 

126

 

 

 

 

7

 

 

 

 

155

 

 

 

 

8


„Insgesamt sind die Krankheitsverläufe mild“, schätzt Amtsärztin Beate Schmidt-Grimm ein. 

Da vor allem Kinder und Jugendliche erkranken, sind die Gemeinschaftseinrichtungen – Kitas und Schulen – besonders betroffen. Das Gesundheitsamt hat Kontakt zu den betroffenen Einrichtungen, berät Verantwortliche im Umgang mit der Situation und informiert über die erforderlichen Hygienevorschriften.

Die häufigste Anfrage der Schulleitung ist die nach der Schließung der Einrichtung. Eine Schließung ist bisher nicht geplant. Dadurch wird keine Kontaktunterbrechung zwischen den Kindern erreicht. Sie treffen sich auch außerhalb der Schule und Kita. Die Entscheidung zur Schulschließung würde nur Sinn machen, wenn die komplette Familie unter Quarantäne steht. Das ist aufgrund der milden Krankheitsverläufe nicht notwendig.

Hinzu kommt, dass die Grippesaison parallel im Umlauf ist, das zieht sich in der Regel bis in das Frühjahr des nächsten Jahres hinein.

Organisation der Impfaktionen

Jedes Bundesland ist selbst für die Organisation der Impfungen zuständig.
Es wird in Brandenburg entsprechend der Empfehlung der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut geimpft.
Daraus folgend gibt es ein dreistufiges Programm mit unterschiedlichen Zuständigkeiten.

1. Stufe: Impfung der Schlüsselgruppen
Für die Koordination dieser Impfungen ist das Gesundheitsamt zuständig. Das ist auch erfolgt. Die Impfaktion hat planmäßig am 26. Oktober 2009 begonnen. Das Gesundheitsamt koordinierte in den ersten 14 Tagen die Impfung des Schlüsselpersonals. Medizinische Einrichtungen – wie Krankenhäuser  und Arztpraxen – haben ihr Personal selbst geimpft. Bei Organisationsdefiziten sprang das Gesundheitsamt ein.
Grundsätzlich ist die Impfung freiwillig. 

2. Stufe: Impfung chronisch Kranker
Ab dieser Stufe sollen die Impfaktivitäten an die Hausärzte übergehen. Nur sie kennen ihre Patienten und können über Nutzen und Risiko der Impfung entscheiden. Die Liste impfender Ärzte hat die Kassenärztliche Vereinigung veröffentlicht.
Die Impfung durch Hausärzte begann am 16. November 2009, vorerst bevorzugt für chronisch kranke Patienten.  

3. Stufe: Impfung aller anderen

Ab Anfang Dezember soll die Impfung für alle übrigen Patienten möglich sein. Voraussichtlich Mitte Dezember soll auch ein Impfstoff ohne Wirkungsverstärker für die Impfung der Schwangeren zur Verfügung stehen.  
 

Kinderimpfsprechstunde

Im Landkreis sind nicht alle Kinderärzte bereit zu impfen. Aus diesem Grund wurde die Versorgungslücke durch ein Angebot des Evangelisch-Freikirchlichen Krankenhauses und Herzzentrums in Bernau geschlossen. In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt wurde eine Kinderimpfsprechstunde installiert.

Um die kleinen Barnimer Bürger vor schweren Grippeverläufen und stationären Aufenthalten zu schützen, wird die Kinderklinik dreimal wöchentlich Termine zur Impfung gegen das H1N1-Virus anbieten. Dabei werden sich die Kinderärzte Zeit nehmen, der allgemeinen Verunsicherung entgegenzuwirken und auf die Fragen der Eltern und Angehörigen einzugehen.

Die Impftermine finden Dienstag und Freitag zwischen 9 und 12 Uhr sowie am Donnerstag zwischen 14 und 17 Uhr in der Kinderklinik des Evangelisch-Freikirchlichen Krankenhauses Bernau statt. Eine telefonische Terminabsprache ist unbedingt erforderlich: interessierte Eltern können täglich zwischen 8 und 15 Uhr unter der Telefonnummer 03338-69 41 50 Termine vereinbaren oder Informationen einholen.
Das Evangelisch-Freikirchliche Krankenhaus und Herzzentrum Brandenburg in Bernau ist eine Einrichtung der Immanuel Diakonie Group.


Verhaltenshinweise zur Vermeidung einer Ansteckung an dem „Neuen Grippevirus“

Poster zu Hygieneregeln zum download als pdf-Dokument
Poster zu Hygieneregeln zum download als pdf-Dokument

- Verzicht auf Körperkontakt

  • zur Begrüßung keine Hände geben, keine Umarmungen, Küssen usw.

 - Hände vom Gesicht fernhalten

 - auf strenge Händehygiene achten

  • häufiges Händewaschen mit Seife, mehrmals täglich 20 bis 30 Sekunden, auch zwischen den Fingern
  • gründliches Abtrocknen auch der Fingerzwischenräume

- Hygienisch husten und niesen

  • Husten und Niesen nicht in die Hände, sondern in ein Einmaltaschentuch (danach sofortige Entsorgung in den Abfall) oder in den Ärmel, Ellenbeuge
  • beim Husten und Niesen Abstand zu anderen Personen halten.

12.03.2010