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Mit Rücksicht für mehr Sicherheit

Foto: Mit Rücksicht für mehr Sicherheit / Groß Schönebeck / LK Barnim
Foto: Mit Rücksicht für mehr Sicherheit / Groß Schönebeck / LK Barnim

Die Straßenverkehrsbehörde engagiert sich mit dem Projekt „Mit Rücksicht für mehr Sicherheit“ in der Verkehrsunfallprävention. Hauptziele des Projektes sind die Bewusstseinsförderung für den sicheren Schulweg und der Einhaltung von Verkehrsregeln sowie die Reduzierung von Problemstellen. Neben den Schülerinnen und Schülern werden die Lehrer, Eltern und zuständigen Behörden eingebunden.

Kinder sind bis zum Ende der Grundschulzeit noch nicht in der Lage, allgemeine Gefahren des Straßenverkehrs und insbesondere die Geschwindigkeit herannahender Fahrzeuge richtig einzuschätzen. Aus diesem Grund soll der Verkehrsraum und Verkehrsfluss kindersicherer organisiert und gestaltet werden.

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Die Verkehrsunfallkommission (VUK) des Landkreises Barnim ist zuständig für das Erkennen und Beseitigen von Unfallhäufungsstellen und thematischen Unfallhäufungsbereichen im öffentlichen Verkehrsraum ihres Zuständigkeitsbereiches. Ständige Mitglieder in der VUK sind die Polizei, der Landesbetrieb Straßenwesen sowie die Straßenverkehrs- und Straßenbaubehörde des Landkreises.

Entwicklung der Kinderstrassenverkehrsunfälle im LK Barnim

Die Gefahrensituationen für Kinder auf ihrem Schulweg sind vielfältig. Kinder sind an Verkehrsunfällen beteiligt, weil sich Kinder kindgerecht und Erwachsene alterstypisch verhalten. Hinzu kommt, dass sich Kinder unterschiedlich kindgerecht verhalten.  Das „verkehrssichere Kind“ gibt es nicht, vielmehr kann die Sicherheit für Kinder auf ihren Verkehrswegen nur dann verbessert werden, wenn der Verkehrsraum und Verkehrsfluss kindersicherer organisiert und gestaltet wird.

Mit dem Anstieg bei den Kinderstraßenverkehrsunfällen wollte die die Straßenverkehrsbehörde einen präventiven Ansatz zur Erhöhung der Verkehrssicherheit finden. Die Straßenverkehrsbehörde hat im Jahr 2014 ein Konzept mit möglichen Partnern abgestimmt und erarbeitet. Es erfolgte eine Zieldefinition und die Planung der Umsetzung. Dabei bildet § 1 der Straßenverkehrs-Ordnung eine zentrale Rolle.

  • Verbesserung der Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer
  • Sensibilisierung zu und Reduzierung von Problemstellen
  • Verkehrsbildung
  • Bewusstseinsförderung für den sicheren Schulweg und der Einhaltung von Verkehrsregeln
  • Motivation zu rücksichtvollem Verhalten auf der Straße

Nach Möglichkeit soll das Projekt Mit Rücksicht für mehr Sicherheit an allen Schulen mit 5./ 6. Klasse durchgeführt werden. Die Durchführung erfolgt in vier Teilen:

1. Elternbefragung

Mit dem Elternfragebogen zur Schulwegsicherheit soll eine repräsentative Datengrundlage ermittelt werden. Diese Datengrundlage dient den örtlichen Ordnungsbehörde und den zuständigen Straßenverkehrsbehörden zur Maßnahmenfindung.

2. theoretische Teil (Verkehrsbildung) im Klassenraum

Im Klassenraum wird der Kenntnisstand zu den Verkehrsregeln ermittelt und es erfolgt eine Schülerbefragung zum Schulweg. Beim Schülerfragebogen sollen die Kinder Fragen zu ihrem Schulweg beantworten. Die Schüler sollen aus Ihrer Sicht auf mögliche Gefährdungen und Schwierigkeiten hinweisen.

3. Schüler erkunden das Schulumfeld und geben Hinweise auf Problemstellen

Die Kinder zwischen 10 und 12 Jahren werden in die Überprüfung des Schulumfeldes eingebunden. Dabei sollen sie auf mögliche Problemstellen aufmerksam machen. Darüber hinaus werden die Schüler für mögliche Risiken in ihrem Schulumfeld sensibilisiert.

4. Fachliche Überprüfung und Auswertung der gewonnen Erkenntnisse

Auszubildende der Kreisverwaltung und Sachbearbeiter der unteren Straßenverkehrsbehörde überprüfen das Schulumfeld. Erfassung von Querungsmöglichkeiten, Problemstellen und weiteren Besonderheiten im Schulumfeld mit Hilfe der App „Schulwegcheck“. Die Daten sind auf www.schulwegcheck.de einsehbar.