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Die Barnimplatte im Süden

Blick vom Biorama-Projekt auf den Werbellinsee/privat

Die Barnimplatte im Süden ist die älteste, die am längsten eisfreie Landschaft im Landkreis. Sie hat Höhen zwischen 40 und 100 m, teils flache, teils hügelige Formen aus eiszeitlichen Ablagerungen. Sie liegt zwischen dem Eberswalder und dem Berliner Urstromtal, zwei breiten Schmelzwasserbahnen, und reicht in die Nachbarkreise und Berlin hinein. Aufgebaut ist die Barnimplatte aus Moränen und Sanderflächen. Man spricht vom Niederund Oberbarnim, diese unterscheiden sich aber nicht nur in der Höhe. Der östlich gelegene Oberbarnim zwischen Bernau, Werneuchen und Hohenfinow mit 70 bis über 100 m Höhe ist durch Grundmoränen mit fruchtbarem Ackerland geprägt. Der westliche Niederbarnim hat durch den Wandlitz-Ladeburger Sander verbreitet Wald in Höhenlagen um 50 bis 65 m. Gliedernd treten auf der Barnimplatte kleine Täler der Fließe sowie Dünenfelder auf, wie südlich von Eberswalde und Finowfurt in der Barnimer Heide. Dünenhöhen von 10 m sind keine Seltenheit. Von besonderer Schönheit ist das Biesenthaler Becken – ein Gletscherzungenbecken im Zentrum der Barnimplatte.Das Odertal schließt im Nordosten an. Besonders am Niederoderbruch hat der Kreis Anteil, aber auch am unteren Odertal. Diese Flusslandschaft ist tischeben, hat nur 1 bis 5 m Höhe über dem Meer. Regelmäßige Überschwemmungen der Oder haben fruchtbare Böden aus Auenlehm hinterlassen. Tief eingeschnitten in die glaziale Umgebung weist das Odertal markante Stufen zu den Nachbarlandschaften auf: über 40 m zum Barnim, am Pimpinellenberg bei Oderberg sogar 110 m zur südlichen Uckermark. Den meisten bekannt ist aber der Höhenunterschied zum Eberswalder Urstromtal: 36 m, die das Schiffshebewerk Niederfinow als Hubhöhe überwindet.