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Die Südliche Uckermark

Endmoräne bei Liepe/Norbert Schlaak

Die Südliche Uckermark ist erst vor 15.000 Jahren eisfrei geworden. Sie besteht aus den unmittelbaren Ablagerungen des Eises: den End- und Grundmoränen. Die Endmoräne markiert die ehemalige Eisrandlage. Sie ist in großen und kleinen Bögen als Höhenrücken ausgebildet und oft 20 bis 40 m höher als die Umgebung. Richtung Nordosten schließen sich die Grundmoränen an, die aus Lehm und Mergel bestehen. Diese Substrate sind beim Zerfall des Gletschers ausgetaut und abgelagert worden. Sie treten bei Joachimsthal, um Groß Ziethen und Brodowin sowie von Parstein bis zur Oder auf. Mit den natürlichen Eigenschaften geht auch die heutige Nutzung einher. Ackerbau ist auf den eher lehmigen Grundmoränen zu finden, Grünland häufig auf feuchten Talsand- und Moorflächen. Die großen Waldgebiete auf sandigen Böden werden als Heiden bezeichnet. Auch in den hügeligen Gebieten der Endmoränen treten Wälder auf. Dort sind es meist kräftige Standorte aus Lehm und Mergel, auf denen naturnahe Buchenwälder wachsen können. Ein bekanntes Beispiel ist das Weltnaturerbe Buchenwald Grumsin.