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Den Viren keine Chance

Barnimer Gesundheitsamt gibt Hinweise

Angesichts der anhaltenden Grippewelle will das Barnimer Gesundheitsamt noch einmal Aufklärungsarbeit leisten. „Auch wenn es nicht wirklich nach Winter aussieht, die kalte Jahreszeit ist Hochsaison für Viren. Sie können bei geringeren Temperaturen und trockener Luft außerhalb des menschlichen Körpers länger überleben. Zusätzlich sind die Schleimhäute des Menschen im Winter häufiger trocken und somit bessere Eintrittspforten“, weiß Amtsärztin Heike Zander zu berichten.

Viren lösen unterschiedlichste Krankheiten aus, zum Beispiel Atemwegserkrankungen, wie sogenannte grippale Infekte. Das Influenzavirus, auch Grippevirus genannt, löst die eigentliche Grippe aus, die sich durch einen schwereren Verlauf bemerkbar macht: Plötzlich einsetzendes hohes Fieber, starke Kopf- und Gliederschmerzen, trockener Husten und ein deutlich herabgesetztes Allgemeinbefinden zeigen den plötzlichen Beginn einer Grippeerkrankung an. Die Grippewelle beginnt in der Regel im Januar und hält drei bis vier Monate an.

Aber auch Magen-Darm-Infektionen treten in den Wintermonaten verstärkt auf. Besonders das Norovirus verbreitet sich sehr schnell und führt besonders in Gemeinschaftseinrichtungen zu vielen erkrankten Personen.

„Die wichtigste Maßnahme für den Schutz ist eine entsprechende Hygiene zur Eindämmung der Verbreitung der Viren“, so Heike Zander weiter. Regelmäßiges  Händewaschen mit Seife unter fließendem Wasser für 20 bis 30 Sekunden – auch zwischen den Fingern – und das gründliche Abtrocknen hinterher gehörten zur ersten Regel.

Wichtig ist aber auch, dass man die Hände möglichst vom Gesicht fern hält.
Wer kennt ihn nicht, den Ausspruch: Hand vor den Mund? Damit soll verhindert werden, dass sich Viren weit im Raum verbreiten. Dann haften sie aber an unseren Händen und werden an Gegenständen verteilt oder an andere Personen übertragen. Deshalb heißt heute die Empfehlung: In den Ärmel oder in die Ellenbeuge husten. Die Hände bleiben sauber. Abstand zu anderen Personen und das Abwenden beim Husten und Niesen tragen ebenso zur Verringerung der Ansteckung bei.

Eine weitere Regel ist, dass beim Naseputzen stets nur Einmaltaschentücher verwendet werden sollten, die nach dem Gebrauch möglichst zeitnah sachgerecht entsorgt werden. Das Lüften der Räume (täglich mindestens drei- bis viermal für zehn Minuten) verringert zusätzlich die Virenzahl in der Atemluft.

Neben den Hygienetipps trägt natürlich auch ein gesundes Immunsystem zur Virenabwehr bei. Körperliche Betätigung an frischer Luft, gesunde vitaminreiche Ernährung, ausreichend Schlaf sind nur einige Beispiele, das Immunsystem zu stärken.

Gegen einige Viren, die besonders schwere Krankheitsverläufe verursachen können, gibt es wirksame Schutzimpfungen. Dadurch wird der Ausbruch der Krankheit verhindert oder aber sehr abgeschwächt. Auch gegen die Influenza gibt es eine wirksame Impfung, welche vor dem Beginn der Grippewelle durchgeführt werden sollte. Die günstigste Zeit dafür wären die Monate von Oktober bis Dezember. Aber auch in den ersten Monaten des neuen Jahres ist eine Impfung noch sinnvoll.

Das Grippevirus ändert ständig seine Oberflächenstruktur, so dass ein Impfstoff wegen seiner Wirksamkeit immer wieder angepasst werden muss. Das ist auch der Grund, dass die Impfung in jedem Jahr wieder neu durchgeführt werden muss. Gleichzeitig ist es auch eine Gelegenheit, seinen Impfausweis auf möglicherweise weitere erforderliche Impfungen überprüfen zu lassen. Dazu zählen beispielsweise Impfungen gegen die Erreger des Wundstarrkrampfes (Tetanus), der Diphterie, des Keuchhustens (Pertussis) und der Kinderlähmung (Poliomyelitis). Dafür steht ein Kombinationsimpfstoff zur Verfügung, der alle zehn Jahre aufgefrischt werden sollte.

In einem ärztlichen Gespräch bei Ihrem Hausarzt können Sie auch zu weiteren Impfungen beraten werden. Auch das Gesundheitsamt steht Ihnen als Ansprechpartner zur Verfügung.