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30.03.2015 Arbeitsgruppe „Unterbringung von Flüchtlingen“ bereitet Konzept vor

Papier soll im Mai-Kreistag vorgestellt werden

Die Arbeitsgruppe „Unterbringung von Flüchtlingen“ will bis zur nächsten Sitzung des Kreistages im Mai das bereits beschlossene Konzept überarbeiten. Darauf verständigten sich die Mitglieder der AG auf ihrer jüngsten Sitzung. „In den vergangenen Monaten gab es so viele Entwicklungen, so dass wir um eine Aktualisierung un Anpassung an die neuen Gegegebenheiten nicht herum kommen“, sagte Uwe Voß, Vorsitzender der AG. Zeil sei ein „weiterführendes Gesamtkonzept“.

Darin einfließen sollen unter anderem die Erfahrungen der Barnimer Kreisverwaltung bei der Suche nach geeigneten Quartieren. Bereits in der Vergangenheit hatte Kreis-Sozialdezernentin Silvia Ulonska immer wieder betont, dass es mit der wachsenden Zahl von Flüchtlingen immer schwieriger werde, Wohnungen zu finden. „Sammelunterkünfte, in denen die Flüchtlinge zunächst auch sozial wesentlich besser betreut werden könnten, seien deshalb eine sinnvolle Alternative, so Silvia Unlonska weiter.

In der jüngsten Sitzung berichtete sie nun über den derzeitigen Stand der Unterbringung. Demnach seien in diesem Jahr bereits 126 Flüchtlinge in Wohnungen untergekommen. Dazu käme man mit den Bauarbeiten am Wohnheim in Oderberg gut voran. Mitte April soll dort bereits Richtfest gefeiert werden, ab Juli sollen die ersten Flüchtlinge einziehen. In Joachimsthal sind die ersten Wohneinheiten ebenfalls fast bezugsfertig. Zwischen Ende April und Anfang Mai werden dort die ersten Asylbewerber erwartet.

Mit der Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Werneuchen ist die Kreisverwaltung im Gespräch. Dort geht es um die Ertüchtigung von leerstehenden Wohnblöcken im Rosenpark.

Hinzu kommt nun ein möglicher Standort in Ahrensfelde. Über Bürgermeister Wilfried Gehrke wurde der Kontakt zur Komandatur der Bundespolizei hergestellt. Diese hat am Rande ihres Stützpunktes drei Objekte, die sich als Sammelunterkünfte eignen würden. „Die Bundespolizei fühlt sich der humanitären Hilfe verpflichtet, steht dem Vorhaben deshalb offen gegenüber“, konnte Silvia Ulonska den AG-Mitgliedern berichten.

In Bernau wird darüber hinaus derzeit die ehemalige Landesforstschule als möglicher Standort geprüft. Auf Vorschlag der AG hatte die Kreisverwaltung in der vergangenen Woche zudem eine Interessenbekundung veröffentlicht und drei kreiseigene Flächen in Bernau für Investitionen angeboten. „Es haben sich bereits einige Investoren gemelden, die reges Interesse an einer Zusammenarbeit haben“, so die Sozialdezernentin weiter. „Das freut uns und eröffnet unter Umständen neue Möglichkeiten.“

Die nächste Sitzung der Gruppe findet am 22. April statt. Bis dahin soll ein erster Entwurf zur Aktualisierung des Unterbringungskonzeptes erarbeitet werden.