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02.03.2016 Integrationsprozess auf dem Prüfstand

Kreisverwaltung lud zum Erfahrungsaustausch in Joachimsthal

Die Kreisverwaltung Barnim hat sich in Joachimsthal über das Zusammenleben von Anwohnern und Flüchtlingen informiert. In der Oberbarnimer Gemeinden wohnen seit November 2015 insgesamt 176 Flüchtlinge. „Wir hatten den Anwohnern vor dem Einzug versprochen, dass wir in Kontakt bleiben und uns ihre Sorgen und Nöte anhören werden“, erklärte Barnims Sozialdezernentin Silvia Ulonska den Grund des Treffens und zeigte sich erfreut, dass es im Zusammenleben bislang nur kleinere Schwierigkeiten gibt. „Bereits an der Verteilung von Flüchtlingen und Anwohnern im Raum konnte ich sehen, dass schon Freundschaften entstanden sind“, freute sie sich.

In der Tat gab es von Seiten der 40 anwesenden Flüchtlinge vor allem viel positive Ressonanze. Sie bedankten sich bei für das Verständnis und die Unterstützung. Und auch von den Anwohnern wurden viele positive Dinge betont. Kritik gab es hingegen nur an einigen kleineren Dingen. So ging es in den Redebeiträgen etwa um die Lautstärke in der Nacht, die Einhaltung der Hausordnung oder das brennende Licht im Keller.

Bereits in einigen Wochen mit Frühlingsbeginn soll es einen Arbeitseinsatz geben. Gemeinsam wollen sich dann Anwohner und Flüchtlinge um die Außenanlagen der Unterkunft kümmern und zum Beispiel Spielgeräte streichen und Sitzmöbel aufstellen. Zudem soll auch ein Frühjahrsplatz organisiert werden.

Neben Silvia Ulonska informierten sich vor Ort Marietta Böttger, Beauftragte für Migration und Integration sowie der Bürgermeister der Stadt Joachimsthal, René Knaack-Reichstein.

Derzeit wohnen in Joachimsthal Flüchtlinge aus den Ländern Syrien, Afghanistan, Albanien, Eritrea, Iran, Kamerun, Mazadonien, Russische Föderation, Serbien, Syrien und Vietnam.