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18.02.2015 Kreisverwaltung informiert über Asylpolitik

Veranstaltungen in mehreren Gemeinden

Die Kreisverwaltung Barnim will zum Thema Aufnahme von Flüchtlingen im Landkreis größtmögliche Transparenz schaffen und die Barnimer Bürgerinnen und Bürgern bei dabei möglichst früh und umfangreich über geplante Unterkünfte informieren. „Es ist uns wichtig, dass unsere Vorhaben von den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort akzeptiert und mitgetragen werden“, erklärt Sozialdezernentin Silvia Ulonska. Gelinge der Start wie etwa in Wandlitz könne eine Einrichtung eine Gemeinde sogar bereichern. „Die selbstlose Hilfe und das Engagement in Wandlitz sind beispielhaft“, so Silvia Ulonska weiter.

In diesen Tagen tourt die Sozialdezernentin gemeinsam mit der Beauftragten für Migration und Integration, Marietta Böttger, durch zahlreiche Städte und Gemeinden des Landkreises, um die Bürger vor Ort aufzuklären. „Wir nehmen die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger ernst und wollen deshalb erklären, was wir vorhaben und wie wir versuchen, die Lasten möglichst gleichmäßig zu verteilen“, so Siliva Ulonska. Wir leisten aber auf Aufklärungsarbeit und versuchen Ängste und Vorurteile zu nehmen.

In der vergangenen Woche waren die Sozialdezernentin und die Beauftragte für Migration und Integration gleich in zwei Gemeinden unterwegs. In Panketal hatten die SPD-Ortsverbände von Panketal und Bernau um einen Termin gebeten. In Ahrensfelde war es Bürgermeister Wilfried Gehrke persönlich.

In beiden Veranstaltungen wurde schnell deutlich, dass das Vorgehen richtig und wichtig ist. Es wurden ganz konkrete Fragen nach der Sicherheitslage, dem Wohnumfeld, der Betreuung gestellt. Die Bürger, die zu beiden Veranstaltungen zahlreich erschienen waren, wollten aber auch wissen, wer denn in ihre Gemeinden kommt.

Sivia Ulonska erläuterte in diesem Zusammenhang das vom Barnimer Kreistag beschlossene Unterbringungskonzept und verwies zugleich auf die Arbeitsgruppe „Flüchtlinge“, die sich im Januar konstituiert habe und in der sich viele Ehrenamtler einbrächten, um über mögliche Standorte für Flüchtlingsheime oder andere Unterbringungsmöglichkeiten mitzuentscheiden.

In Oderberg, wo ein neues Asylbewerberheim gebaut wird, gab es eine ähnliche Veranstaltung schon kurz vor dem Jahreswechsel. Dort brachten die Anwohner auch viele ganz praktische Probleme mit. Einige davon hat die Kreisverwaltung aufgenommen und versprach, Abhilfe zu schaffen. So wurde eine durchgänge Buslinie nach Angermünde wiederbelebt.
Auch das Straßenlicht in einigen weniger belebten Straßen von Oderberg soll nun wieder durchgängig leuchten. Die Stadtverwaltung hatte es aus Einsparungsgründen vor einigen Jahren vorsorglich abgeschaltet. Die Kreisverwaltung ließ nun prüfen, ob dies noch notwendig sei und kam zu dem Schluss, dass hier durchaus etwas getan werden könne. An den Amtsdirektor Ulrich Hehenkamp sowie die Oderberger Stadtverordneten ging nun die Bitte, darüber zu beraten, welche Straßen künftig wieder besser beleuchtet werden können.