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08.02.2017 Landkreis Märkisch-Oderland - Geflügelpest in einem Putenbestand im festgestellt

Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz

Potsdam – Im Land Brandenburg ist am 6. Februar 2017 erneut der Geflügelpesterreger H5N8 in einem Putenbestand nachgewiesen worden. Die ca. 22.000 Tiere an diesem Standort werden getötet und unschädlich beseitigt.
In dem Betrieb waren erhöhte Tierverluste aufgetreten. Der Bestand wurde sofort durch das zuständige Veterinäramt gesperrt. Durch das Landeslabor Berlin-Brandenburg wurde zunächst das Aviäre Influenzavirus vom Subtyp H5N8 nachewiesen. Inzwischen hat das nationale Referenzlabor (Friedrich-Löffler-Institut) bestätigt, dass es sich um die hochpathogene Variante des Virus handelt.
Die Ursache für die Infektion wird derzeit ermittelt. Das Veterinäramt des Land-kreises Märkisch-Oderland wird dabei von dem Tierseuchenbekämpfungsdienst des Landes unterstützt. Auch Spezialisten des Bundesforschungsinstitutes für Tiergesundheit (Friedrich-Löffler-Institut) werden in die Ermittlungen einbezogen.
Es sind alle erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung und Bekämpfung der Geflügelpest eingeleitet worden. Das Veterinäramt des betroffenen Landkreises Märkisch-Oderland hat die in der Geflügelpest-Verordnung vorgesehenen Maßnahmen angeordnet. Dazu gehören die Einrichtung eines Sperrbezirkes im Radius von drei Kilometern und eines Beobachtungsgebietes im Radius von zehn Kilome-tern um den Ausbruchsbestand.
Die genauen Grenzen der genannten Restriktionsgebiete werden durch das zuständige Veterinäramt festgelegt. Die betroffenen Geflügelhalter werden über die erforderlichen Maßnahmen durch den Landkreis informiert. In den Gebieten gelten unter anderem Beschränkungen für die Geflügelhaltungen, wie etwa das Verbot Geflügel und bestimmte tierische Erzeugnisse zu verbringen.
Auf Grund einer Eilverordnung des Bundesministeriums für Ernährung und Land-wirtschaft sind durch alle Geflügelhalter besondere Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten. Sie sollen das Risiko des Erregereintrages in die Geflügelbestände minimieren. „Aber auch die Aufrechterhaltung der landesweiten Stallpflicht für Geflügel ist auf Grund des hohen Eintragsrisikos des Geflügelpesterregers in die Tierbestände weiterhin erforderlich“, sagte Verbraucherschutzminister Stefan Ludwig.