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21.04.2015 Richtfest im Oderberger Flüchtlingsheim

Einrichtung soll bereits ab Ende Juni erste Bewohner aufnehmen

Die Botschaft des Richtspruches war kurz und prägnant: „Dem Haus und seinen Bewohnern soll kein Leid geschehen“, hieß es am Freitag beim Richtfest für das Asylbewerberheimes in Oderberg. Gebaut wird es derzeit im Auftrag des Landkreises Barnim vom Evangelischen  Jugend- und Fürsorgewerk (EJF). Der Träger wird das Heim, in dem ab Ende Juni Flüchtlinge untergebracht werden sollen, in den kommenden Jahren auch betreiben.

„Wir sind mit den Arbeiten voll im Zeitplan, können nach derzeitigem Stand die ersten Flüchtlinge im Juni aufnehmen“, freute sich Sirgid Jordan-Nisch, die für das EJF das Bauprojekt in Oderberg betreut. Sie bedankte sich für die „vertrauensvolle Zusammenarbeit“ mit allen Beteiligten.

Barnims Sozialdezernentin Silvia Ulonska ist sich sicher, dass die Einrichtung ein Zugewinn für Oderberg wird. „Die Stadt wird davon sicherlich gleich in mehrerer Hinsicht profitieren“, sagte sie.

Insgesamt sollen in der Einrichtung 80 Flüchtlinge untergebracht werden. Bereits jetzt besteht in Oderberg ein Wohnverbund mit 24 Asylsuchenden aus Somalia und Syrien, die in modern eingerichteten Wohnungen, gemeinsam mit deutschen Familien, in einem Aufgang leben.

Das Evangelische Jugend-und Fürsorgewerk ist ein diakonisch-sozialer Träger mit über 100 Einrichtungen in Berlin, Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Bayern, Polen und Tschechien. Hauptaufgabe neben der Arbeit mit Asylsuchenden und Flüchlingen sond die Kinder-, Jugend- und Familienhilfe,, die Behindertenhilfe sowie die Altenpflege.

Eine weitere Einrichung, die das EJF im Barnim betreiben wird, entsteht derzeit auf dem Gelände eines ehemaligen Ferienlagers in Joachimsthal. Dort sollen zunächst 60 und später noch einmal 60 Flüchtlinge untergebracht werden. Die ersten 13 Asylsuchenden werden bereits heute Abend gegen 19 Uhr begrüßt.

Im Gegenzug soll dafür eine andere Einrichtung, das Übergangswohnheim Althüttendorf, im Laufe des Jahres geschlossen werden. „Die Einrichtung stand schon lange in der Kritik und entsprach nicht mehr den Anforderungen“, so Silvia Ulonska. „Darauf haben wir als Landkreis reagiert. Nach den derzeitgen Planungen wird der Vertrag mit dem Träger Mitte des Jahres auslaufen.“