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Unfallschwerpunkt in Bernau soll weiter entschärft werden

Foto: Verkehrsunfallkommission Barnim

Antrag für Rüttelmarkierungen an der Kreuzung Blumberger Chaussee/Bernauer Chaussee und Börnicker Landweg

An der Kreuzung Blumberger Chaussee, Bernauer Chaussee und Börnicker Landweg gibt es seit Jahren zahlreiche Unfälle – trotz intensiver Bemühungen, diesen Straßenabschnitt sicherer zu machen. Allein in den vergangenen fünf Jahren krachte es 24 Mal. Dabei kam ein Mensch ums Leben, 24 wurden schwer verletzt. „Der Verkehr nimmt an dieser Stelle seit einiger Zeit deutlich zu. Vielen Autofahrern fällt es an der Kreuzung jedoch schwer, sich zurechtzufinden. Die Nachrangigkeit des Börnicker Landwegs scheint trotz Stoppschildes nicht sofort ersichtlich zu sein“, benennt Marcel Kerlikofsky, Leiter der Barnimer Verkehrsunfallkommission (VUK), das Problem.

Um Autofahrer zum langsamer Fahren zu bewegen und damit auf die Gefahrenstelle hinzuweisen, soll nun ein neuer Versuch unternommen werden. „Wir haben nach Rücksprache mit der Stadt Bernau die Aufbringung einer Rüttelmarkierung in fluoreszierendem Gelb auf der Blumberger Chaussee/Bernauer Chaussee und auf der Gemeindestraße Börnicker Landweg beim zuständigen Ministerium beantragt“, erklärt Kerlikofsky. Die Maßnahme sei als Zwischenlösung bis zum Umbau der Kreuzung zu einem Kreisverkehr geplant.

Als Unfallhäufungsstelle ist die Kreuzung bereits seit 2005 offiziell gelistet. Seitdem gab es immer wieder Versuche, die Stelle zu entschärfen. So wurden bereits verkehrsrechtliche Maßnahmen angeordnet mit dem Ziel, die Erkennbarkeit der Kreuzung zu verbessern. Konkret wurde bereits die Furt markiert, Vorwegweiser angeordnet und zusätzlich auf dem Börnicker Landweg beidseitig Stoppschilder in Größe 3 aufgestellt. Dennoch konnten die Probleme an dem Knotenpunkt nicht behoben werden.

Neben dem Aufbringen der Rüttelmarkierungen wurden auch noch andere Möglichkeiten zur Entschärfung des Unfallschwerpunktes diskutiert. So wird etwa seit einem Jahr die Geschwindigkeit regelmäßig überwacht. Eine Überprüfung des Landesbetriebes Straßenwesen im Herbst 2015 hatte nämlich ergeben, dass tagsüber die durchschnittliche Höchstgeschwindigkeit bei 88 km/h lag – bei erlaubten 70 km/h. In der Nacht wurden sogar noch höhere Geschwindigkeiten gefahren. „Wir konnten auch eine Reduzierung der Unfälle erreichen. Aber wir können nicht jeden Tag vor Ort sein, deshalb muss eine permanente Lösung her“, erklärt Marcel Kerlikofsky.