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Stahlruine macht Platz für neue Oberschule

Foto: Landkreis Barnim/Bachmann

Start der Abrissarbeiten am ehemaligen Finanz- und Arbeitsamt in der Stadt Eberswalde – Ruine macht Platz für neuen Schulstandort

12. Januar 2021

Der Barnim wächst! Mit den steigenden Einwohnerzahlen nimmt auch der Bedarf an Schulplätzen kontinuierlich zu. Mit dem Ausbau der bestehenden Kapazitäten sowie der Entwicklung zahlreicher neuer Schulstandorte in den kommenden Jahren stellt der Landkreis die Weichen für die Zukunft. Mit dem Beschluss des Kreistages vom 1. Dezember 2021 wurden nun die Voraussetzungen für die Errichtung eines modernen Schulkomplexes in Eberswalde geschaffen.

Um Platz für den geplanten Schulneubau zu schaffen, sind pünktlich zum Jahreswechsel die Abrissarbeiten auf dem Areal des ehemaligen Finanz- und Arbeitsamt in der Stadt Eberswalde gestartet. Die in den 70er-Jahren errichteten Gebäude auf dem mehr als 30.000 m2 großen Grundstück an der Eberswalder Straße 106-108 dienten ursprünglich als Lehrlingswohnheime für das Schlacht- und Verarbeitungskombinat in Britz und für den Kranbau. Nach der Wiedervereinigung wurden sie vorübergehend als Verwaltungsgebäude durch das Finanz- bzw. Arbeitsamt genutzt. Seit dem Auszug der Behörden in den 2000er-Jahren stehen sie leer und gelten seitdem als bekannter „Schandfleck“ der Stadt. Nachdem Pläne eines Investors, auf dem Grundstück Wohnblöcke zu errichten, im Jahr 2008 verworfen wurden, wurde das Areal im September des Jahres 2020 durch den Landkreis Barnim erworben.

„Die Entwicklung der Schullandschaft im Barnim ist eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben für unseren Landkreis“, betont Landrat Daniel Kurth. „Der sehr erfreuliche Einwohnerzuwachs, insbesondere von jungen Menschen, sowohl im Süden des Landkreises als auch in Eberswalde und Umgebung, zeigen uns einen unmittelbaren Handlungsbedarf an. Ich freue mich deshalb, dass wir bereits ab dem Schuljahr 2022/2023 mit der Errichtung der neuen Oberschule in Eberswalde beginnen können. Der hier nun beginnende Rückbau ist gleich in mehrfacher Weise ein Gewinn für die Stadt Eberswalde und zugleich ein wichtiger Meilenstein für die groß angelegte Schulbauoffensive, die sich der Landkreis in den kommenden Jahren vorgenommen hat.“

Bevor mit dem Bau der neuen Oberschule in Eberswalde begonnen werden kann, gilt es, die insgesamt drei Bürogebäude, den Barackenkomplex auf dem hinteren Teil des Grundstücks sowie die dazugehörigen Nebenanlagen abzureißen.

"Die drei Blöcke waren der schlimmste Imageschaden für unsere Stadt", so die Erste Beigeordnete Anne Fellner. "Daher haben wir seit langem im Hintergrund auf ihre Beseitigung hingewirkt und sind sehr glücklich darüber, dass hier jetzt nicht nur die Altlasten entfernt werden, sondern mit der Oberschule auch etwas Neues und Tolles entstehen wird. Ich bedanke mich beim Landkreis für die gute Zusammenarbeit und freue mich auf das hier Entstehende, welches einen wahren Segen für die Stadt Eberswalde darstellt."

Im Vorfeld wurde durch das beteiligte Planungs- und Überwachungsbüro UWEG mbH aus Eberswalde eine umfassende Schadstoffanalyse und die Ausschreibung für den Abriss durchgeführt. Insgesamt 16 Bewerbungen waren für die Durchführung der Rückbauarbeiten eingegangen. Durchsetzen konnte sich letztlich das Unternehmen Sortier- und Baustoffrecycling (SBR) Görlitz.

Anfang Januar wurden bereits umfassende Maßnahmen zur Baustelleneinrichtung, zur Sicherstellung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes sowie zur Baufeldberäumung eingeleitet. Parallel startet nun die Beräumung, Entkernung sowie der Rückbau der Dachanlagen an den Baracken. Im Anschluss beginnt der Rückbau der schadstoffbelasteten Bestandteile der drei Bürogebäude. Sämtlicher Bauschutt, inklusive der gefährlichen Bauabfälle wird durch das erfahrene Team der SBR Görlitz fachgerecht entsorgt.

In mehreren Teilabschnitten des komplexen Vorhabens erfolgen im weiteren Verlauf die Entkernung und anschließende Niederlegung der drei Bürogebäude sowie der komplette Rückbau der Barackenanlage. Voraussichtlich im September wird von den einstigen Stahlruinen kaum noch etwas zu sehen sein. Bis zur geplanten Fertigstellung der Arbeiten Ende Oktober bleibt dann noch Zeit für den Rückbau von Schächten und sonstigen Anlagen auf dem Gelände, die Beseitigung und fachgerechte Entsorgung des restlichen Bauschutts sowie die Verfüllung der Gruben. Das Gesamtauftragsvolumen für den Rückbau beläuft sich auf rd. 520.000 Euro.

Robert Bachmann
Pressesprecher

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