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Kriminilität im Barnim auf dem Rückzug

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Polizei, Landrat und Kommunen beraten auf Sicherheitskonferenz

Die Kriminalität im Landkreis Barnim ging im vergangenen Jahr deutlich zurück. Das konnten Landrat Bodo Ihrke und Jens Starigk, Leiter der Polizeiinspektion Barnim, auf der siebten Barnimer Sicherheitskonferenz verkünden. „Es gab im vergangenen Jahr rund zehn Prozent weniger Eigentumsdelikte", erklärte Bodo Ihrke. Das betreffe sowohl Wohnungs- und Kellereinbrüche, aber auch Diebstähle von oder aus Fahrzeugen. „Damit gehören wir zu den sicheren Landkreisen in Brandenburg", so der Landrat weiter und lobte in diesem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit mit der Polizei.

Auch Inspektionsleiter Jens Starigk sieht eine „sehr positive Entwicklung", die er auf mehrere Faktoren zurückführt. So hätte beispielsweise die grenzübergreifende Kriminalität stark abgenommen. Die Zahl der versuchten Wohnungseinbrüche zeigt auch, dass die Barnimer ihr Eigentum besser gegen Diebstahl sichern", erklärte er. Im Jahr 2016 gab es insgesamt 373 Einbrüche, hinzu kamen noch einmal 167 Versuche. Im vergangenen Jahr waren es 237 Einbrüche, beziehungsweise 91 Versuche.

Die Verkehrslage im Barnim ist indes weniger erfreulich. Insgesamt starben im vergangenen Jahr auf Straßen im Landkreis 15 Menschen. Auch die Zahl der Verletzten sowie die Zahl der Unfälle insgesamt stiegen an. Mit 5665 Unfällen waren es allein 421 Unfälle mehr gegenüber dem Vorjahr. Auffällig ist hier, dass mittlerweile in jeden vierten Unfall ein Fahrzeugführer über 65 Jahre beteiligt ist. Vorfahrt, Alkohol und Geschwindigkeit bilden in diesem Zusammenhang nach wie vor den Schwerpunkt der Ursachen. Allerdings ist der Anteil gesunken. „Oft sind es falsche Reaktionen und Unachtsamkeiten, die zu Unfällen führen, so Starigk weiter.

Die Ursachen sieht der Polizeioberrat hier vor allem im immer komplexer werdenden Verkehr. „In den vergangenen vier Jahren hat sich die Zahl der Fahrzeuge auf den Straßen im Barnim um rund 17.000 Fahrzeuge erhöht. Es wurden aber keine neuen Straßen gebaut, so dass der Verkehr heute viel dichter ist", sagte er und sah hier auch einen künftigen Schwerpunkt der Arbeit der Polizei.

Offene Türen rannte er dabei bei den anwesenden Barnimer Bürgermeistern und Amtsdirektoren ein, die vielerorts über Raser und Lärmbelästigungen klagten und schärfere Kontrollen forderten.

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