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Notrufnummer 112 sichert Hilfe in ganz Europa

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Schnellere Hilfe über das Smartphone

Einmal im Jahr, am 11. Februar, soll mit dem Europäischen Tag des Notrufs 112, die Bekanntheit der lebensrettenden Rufnummer in der Bevölkerung gefördert werden. Im Nofall ist es unerlässlich zu wissen, über welchen Weg Hilfe angefordert werden kann. Dass die Notrufnummer 112 dabei nicht nur in Deutschland, sondern seit 2009 auch in allen anderen Staaten der Europäischen Union als Notrufnummer gilt, ist vielfach noch immer nicht bekannt. In Deutschland führt die 112 immer in die örtlich zuständige Leitstelle von Rettungsdienst und Feuerwehr, im europäischen Ausland kann wird der Anruf auch an die Polizei oder eine andere Vermittlungsstelle weitergeleitet. In allen Fällen erreicht man aber immer einen Ansprechpartner, der die erforderliche Hilfe veranlassen kann. Die meisten Notrufe werden heutzutage über Mobiltelefone abgesetzt. Bei modernen Modellen (Smartphones) hat das den Vorteil, dass parallel zum Gespräch bereits Standortdaten übermittelt werden, die das Auffinden einer Unfallstelle deutlich vereinfachen. Gerade in Fällen, in denen der Anrufer keine Ortskenntnis besitzt oder sich weitab von öffentlichen Straßen befindet, können die Standortdaten wesentlich dazu beitragen, die erforderliche Hilfe schnellstmöglich zu entsenden. Dies spart Zeit und sichert im Einzelfall das Überleben von Betroffenen.

Alarmierungssystem für Ersthelfer

Bei der Rettung von Menschen zählt oft jede Minute. Insbesondere die Zeit vom Notruf bis zum Eintreffen der Rettungskräfte am Ereignisort gilt es hierbei effektiv zu überbrücken. Anleitungen zur Durchführung von Erste-Hilfe-Maßnahmen über das Telefon ist hierbei heute Standard einer modernen Notrufbearbeitung. Doch oftmals stoßen Helfer auch an die Grenzen ihrer Möglichkeiten oder sind auf Grund eigener Betroffenheit gar nicht in der Lage, effektive Hilfsmaßnahmen einzuleiten. In diesen Fällen können freiwillige Helfer mit erweiterten Kompetenzen in der Ersten Hilfe wertvolle Hilfe vor Ort leisten. Zu diesem Zweck wird im Zuständigkeitsbereich der Integrierten Regionalleitstelle NordOst aktuell ein Alarmierungssystem für Ersthelfer eingeführt.

Das KATRETTER-System sorgt über eine App für eine schnelle und einfache Alarmierung freiwilliger Ersthelfer, die sich in unmittelbare Nähe zum Ereignisort befinden. Über die App werden direkt die relevanten Einsatzinformationen übermittelt. Im Idealfall sollte der freiwillige Helfer den Ereignisort vor dem Rettungsdienst erreichen und bereits mit Rettungsmaßnahmen beginnen. Besonders hilfreich kann dies beispielsweise für die frühzeitige Einleitung von Wiederbelebungsmaßnahmen sein, da bei einem Herz-Kreislaufstillstand die Überlebenswahrscheinlichkeit mit jeder Minute ohne Sauerstoffversorgung um 10 % sinkt.

Das KATRETTER-System wird, gefördert durch die Landesregierung, aktuell im gesamten Land Brandenburg aufgebaut. Es ist deutschlandweit das erste System, welches für ein gesamtes Flächenbundesland verfügbar sein wird. Für den Bereich der Integrierten Regionalleitstelle NordOst (Landkreise Barnim, Oberhavel und Uckermark) erfolgt die Inbetriebnahme des Systems zum 11. Februar 2021.

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