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Anmeldung zu Integrationskursen

Die Anmeldung zum Integrationskurs für alle Träger am jeweiligen Standort erfolgt zu den genannten Zeiten bei den genannten Trägern.

Anmeldung in Bernau

Kreisvolkshochschule

Regionalstelle Bernau
Jahnstraße 45
16321 Bernau bei Berlin
Ansprechpartner: Iwi Hagenau & Maria Buckars
Telefon: 03338 39893-1126 / -1125
Telefax: 03338 39893-2125
E-Mail: Hagenau@kvhs-barnim.de / buckars@kvhs-barnim.de

Sprechzeiten
Di 09.00 - 12.00 Uhr & 13.00 - 15.00 Uhr in Bernau

SBH Südost GmbH

Schwanebecker Chaussee 14a, 16321 Bernau bei Berlin
Jeden Mittwoch 9 – 12 Uhr
Dajana Kroggel
Tel.: 08888 60 40 10
E-Mail: dajanakroggel@sbh-suedost.de

Personal_inform

Jeden Di. und Do. 9 - 12 Uhr und 13 – 18 Uhr
Hussitenstraße 1
16321 Bernau bei Berlin
Ansprechpartnerin: Irina Schenk
Telefon: 03338 90 81 87
E-Mail: irina.schenk@personal-inform.de

Anmeldung in Eberswalde

Kreisvolkshochschule

Regionalstelle Eberswalde
Fritz-Weineck-Straße 36
16227 Eberswalde
Ansprechpartner: Iwi Hagenau & Maria Buckars
Telefon: 03334 34597
Telefax: 03334 383142
E-Mail: Hagenau@kvhs-barnim.de / buckars@kvhs-barnim.de

Sprechzeiten
Do 09.00 - 12.00 Uhr & 13.00 - 15.00 Uhr in Eberswalde

FAW gGmbH

Eberswalder Str. 28 – 30, 16227 Eberswalde
Jeden Dienstag 9 – 15 Uhr
Annett Ziethen
Telefon: 03334 27 98 7 34
E-Mail: annett.ziethen@faw.de
Teilnehmer/innen ab dem 27. Lebensjahr

Deutsche Angestellten Akademie (DAA) Eberswalde

Boldstraße 22, 16225 Eberswalde
Ansprechpartnerin: Birgit Wagner
Telefon: 03334 58 67 – 31 oder – 64
E-Mail: birgit.wagner@daa.de               
Teilnehmer/innen bis zum 26. Lebensjahr

bbw Akademie für Betriebswirtschaftliche Weiterbildung GmbH

Friedrich-Ebert-Str. 33,  16225 Eberswalde
Telefon: 03334 27 87-10
E-Mail: eberswalde@bbw-akademie.de

Alle Integrationskursträger auf einen Blick

Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH

•    Integrationskurse

Eberswalder Str. 28-30
16227 Eberswalde
Ansprechpartnerinnen: Annett Ziethen / Monika Furdygiel
Tel.: 03334 27 98 7 34
E-Mail: annett.ziethen@faw.de
        monika.furdygiel@faw.de

Deutsche Angestellten Akademie (DAA) Eberswalde

•    Integrationskurse, Jugendkurse
•    „Deutsch für Geflüchtete“
•    Berufsbezogene Deutschförderung

Boldstraße 22, 16225 Eberswalde
Ansprechpartnerin: Birgit Wagner
Telefon: 03334 58 67 – 31 oder – 64
E-Mail: birgit.wagner@daa.de

Personal_inform

•    Integrationskurse

Hussitenstraße 1, 16321 Bernau bei Berlin
Ansprechpartnerin: Irina Schenk
Telefon: 03338 90 81 87
E-Mail: irina.schenk@personal-inform.de

Kreisvolkshochschule Barnim

•    Alphabetisierungskurse

Kontakt
Regionalstelle Bernau
Jahnstraße 45, 16321 Bernau  bei Berlin
Ansprechpartnerin: Maria Winkler
Telefon: 03338 39 89 31 125
E-Mail: info@kvhs-barnim.de

Regionalstelle Eberswalde
Fritz-weineck-Straße 36 (B), 16227 Eberswalde
Ansprechpartnerin: Maria Winkler
Telefon: 03334 34 5 97
E-Mail: info@kvhs-barnim.de

NESTOR Bildungsinstitut GmbH Niederlassung Eberswalde

•    Integrationskurse

Heegermühler Straße 64, 16225 Eberswalde
Ansprechpartnerin: Dorothea Schacht
Telefon: 03334 58 92 90
E-Mail: dschacht@nestor-bildung.de

Stiftung Bildung und Handwerk (SBH)

•    Integrationskurse
•    Integrationskurse mit beruflicher Integration
•    Deutsch für Geflüchtete

Schwanebecker Chaussee 14a, 16321 Bernau bei Berlin
Ansprechpartnerin: Dajana Kroggel
Telefon: 03338 60 40 10
E-Mail: dajana.kroggel@sbh-suedost.de

Bitte wenden Sie sich für nähere Informationen direkt an die Kursträger.

Die aktuellen Kursangebote werden im Portal „Kursnet“ der Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht.

siehe: http://kursnet-finden.arbeitsagentur.de/kurs/portal/bildungssuchende/migrationshintergrund.do

Situation in Nordostbrandenburg

Ob die Anfang der 1990er Jahre erlegten bzw. überfahrenen Wölfe in unserer Region geblieben wären und hier ein Rudel gegründet hätten, oder ob sie weiter gezogen wären, lässt sich nicht beantworten. In der Tat gab es bisher noch keine feste Ansiedlung eines einzelnen Wolfes bzw. keine Rudelbildung, obwohl die Region ausreichend Rückzugsräume und natürliche Nahrung in Form von Schalenwild für Wölfe bietet. Die Wiederbesiedlung Deutschlands durch aus Westpolen zuwandernde Einzelwölfe führte ab dem Ende des 20. Jahrhunderts zu den ersten Rudeln in Sachsen, ab 2007 auch in Südbrandenburg (Lausitz).
In Nordostbrandenburg lassen sich immer wieder einzelne Exemplare über mehrere Wochen bis wenige Monate nachweisen – wobei es i.d.R. nicht möglich ist, einzelne Wölfe voneinander zu unterscheiden. Daher können auch mehrere Einzeltiere gleichzeitig unterwegs sein und entsprechend gesichtet werden.
Dass es oft aber gar nicht auffällt, wenn ein einzelner Wolf in der Region anwesend ist, zeigte sich zu Ostern 2014. Am Ostersonntag wurde auf der A11 bei Chorin ein Wolfsrüde überfahren, dessen Anwesenheit zuvor nicht bekannt war.
Spektakulärer war da schon das Auftreten eines jungen Wolfsrüden im Spätherbst 2014 bei Angermünde: dieser griff einen freilaufenden Jagdhund am Wohnhaus an und verletzte ihn schwer. Dieser Wolf war bereits in den Wochen zuvor im Umfeld des einzelliegenden Wohnhauses beobachtet worden und konnte bis in den Winter hinein nachgewiesen werden. Woher er kam, ist genauso unbekannt wie wohin er ab Jahresanfang 2015 verschwand.
Im Raum OHV hält sich seit etlichen Jahren ein einzelner Wolf auf, der bis heute keine Partnerin gefunden hat. Auf das Konto dieses einzelnen Wolfes gehen auch mehrere Übergriffe auf Nutztiere in der genannten Region.

Was bedeutet die Rückkehr des Wolfs für die Weidetierhaltung?

Foto: Sheep / pixabay.com
Foto: Sheep / pixabay.com

Wölfe ernähren sich von Fleisch, d.h. von anderen Tieren, die sie jagen und töten. Sie können dabei nicht zwischen „erlaubten“ Beutetieren (Schalenwild) und „verbotenen“ Beutetieren (Nutztiere) unterscheiden. Sofern es für sie leicht ist, an kleine Weidetiere wie Schafe oder Ziegen zu gelangen, versuchen sie es. Daher ist es wichtig, Schafe und Ziegen durch entsprechende Zäune nicht nur vor dem Ausbrechen von der Weide, sondern auch vor dem Zugriff durch den Wolf bzw. wildernder Hunde zu schützen
Mit den heutigen modernen Elektroweidezäunen ist das gut möglich: Da Wölfe – aufgrund des Verletzungsrisikos durch einen Sprung über ein unbekanntes Hindernis – wie alle Wildtiere nur sehr
ungern springen, sondern einen Zaun eher durch Untergraben überwinden, ist ein 90 – 120 cm hoher Elektrozaun bereits ausreichend. Bei diesen Zäunen fließt bei Berührung ein starker Stromimpuls durch den Wolfskörper, was diesen abschreckt. Sofern die Zäune korrekt aufgestellt sind und mit ausreichend Spannung versorgt sind, erhält ein grabender Wolf einen unangenehmen Stromschlag und lernt sehr schnell, den Zaun (und die dahinter befindlichen Nutztiere) zu meiden.
Werden Weidetiere hinter nicht-elektrifizierten Zäunen wie Knotengitter- oder Maschendrahtzaun gehalten, so muss dieser höher sein (mind. 140 cm) und vor allem gegen Untergraben gesichert sein – entweder 50 cm im Boden eingelassen oder wiederum mit einer außen liegenden bodennahen Stromlitze.
Mit Hilfe dieser Zäune lassen sich nicht nur Schafe und Ziegen, sondern auch Gatterwild (Zaunhöhe mind. 180 cm), Lamas und Alpakas und andere Tiere wolfssicher unterbringen.
Größere Weidetiere wie Rinder und Pferde sind i.d.R. durch Wölfe nicht gefährdet, da sie wehrhaft sind. Dies gilt jedoch nicht für neugeborene Kälber und Fohlen. Diese sind am besten geschützt, wenn sie im Herdenverband mit den Mutter- und Alttieren zusammen stehen. Zusätzlichen Schutz bietet das nächtliche Aufstallen bzw. das Abkalben in einer durch einen 100 cm hohen, wolfsdichten Elektrozaun (5 Stromlitzen, Knotengitter) geschützten Abkalbekoppel.
Obwohl Nutztiere, v.a. Schafe immer wieder durch Wolfsübergriffe getötet werden, ist dies ein eher seltenes Ereignis: weniger als 1 % der Nahrung unserer Wölfe wird durch Nutztiere gebildet. Meist trifft es Tiere, die nur unzureichend geschützt waren. Das Tüdern (Anbinden) von Einzelschafen bzw. –ziegen stellt eine solche, heutzutage nicht mehr angebrachte Haltungsform dar.
In Brandenburg können Tierhalter, sofern sie mindestens 20 Nutztiere der Arten Schaf, Ziege, Gatterwild, Lama oder Alpaka halten, eine Förderung erhalten, um ihre Tiere wolfssicher einzuzäunen. Sind die Tiere wolfssicher eingezäunt und kommt es dennoch zu einem Wolfsübergriff, erhält der Tierhalter einen Schadensausgleich.

Jagd und Wolf – verträgt sich das?

Foto: perch / pixabay.com
Foto: perch / pixabay.com

Wölfe jagen effektiv, d.h. mit möglichst geringem Aufwand und geringstem Verletzungsrisiko. Daher besteht die Nahrung des Wolfs bei uns in Deutschland zu über 95 % aus den hier reichlich vorkommenden Schalenwildarten, wobei das überall vorhandene Rehwild mehr als die Hälfte ausmacht. Rehe sind für einen Wolf leicht zu erbeuten, daher werden hier alle Altersklassen und beide Geschlechter erbeutet. Beim größeren Damwild und erst Recht beim Rotwild sieht das schon anders aus: hier erbeuten die Wölfe v.a. Jungtiere und alte bzw. aufgrund von Krankheiten oder Verletzungen geschwächte ältere Tiere. Ein gesunder, fitter Rothirsch fällt dem Wolf nur selten zur Beute. Auch Wildschweine sind – sofern es sich um erwachsene Tiere handelt – für Wölfe ernstzunehmende Gegner. Wölfe halten sich daher beim Schwarzwild eher an die zu bestimmten Jahreszeiten reichlich vorhandenen Frischlinge und Überläufer.
Hasen, Kaninchen und Kleinnager wie Mäuse stellen nur Gelegenheitsbeute dar; in Sachsen gibt es allerdings auch ein Wolfsrudel, das gelernt hat, Biber als Nahrung zu nutzen. Vögel werden nur äußerst selten erbeutet.
Dass der Wolf für die Abnahme der Wildbestände – so sie denn festgestellt werden – verantwortlich ist, hat sich bisher nicht bestätigt. Je nach Region nutzt der Wolf ein unterschiedliches Beutespektrum, wobei auch Lerneffekte (leicht erbeutbares Muffelwild, ungeschützte Weidetiere) zum Tragen kommen. Ebenso wie der Wolf stellt sich auch das (Schalen)Wild auf die neue Situation ein: Rehwild wird u.U. heimlicher, aber nicht weniger; Rotwild weicht dem einzelnen Wolf kurzfristig aus, lässt sich aber nicht von seinen traditionellen Einständen verdrängen. Für den menschlichen Jäger wird die Jagd dadurch im Einzelfall aufwendiger, aber womöglich auch spannender: jetzt besetzt nicht mehr der Mensch allein die Spitzenposition in der Nahrungskette, sondern teilt sich diesen Platz mit einem hochkompetenten „Mitjäger“, der dieses Metier seit Jahrtausenden beherrscht und – wenn wir es genau nehmen – ein wichtiger evolutionärer Faktor in der Herausbildung unserer heutigen Wildarten war und immer noch ist. Ohne Wolf, Bär und Luchs wären Reh und Hirsch nicht zu den faszinierenden Geschöpfen geworden, als die sie uns heute (auch als Jagdwild) entgegentreten.
Bei etwas Rücksichtnahme aufeinander – in Hinblick auf die Abschusspläne der einzelnen Schalenwildarten – bleibt für den Fleischjäger Wolf, der v.a. die jungen, alten und kranken Tiere erbeutet, und den Trophäenjäger Mensch, der u.a. auf die starken Stücke abgesehen hat, genug zu jagen.

Wolf und Mensch

Wölfe sind nicht auf Wildnis angewiesen, sondern siedeln sich dort an, wo sie Nahrung in Form von Wildtieren finden und ungestört ihre Jungen aufziehen können. Dies kann, muss aber nicht ein „naturbelassenes“ Gebiet sein. Zum Lebensraum der Wölfe in Europa gehören großflächige Feld- und Ackerlandschaften (in Spanien, Italien, Deutschland, Polen), Gebirge (in Frankreich, Schweiz) und vor allem durch den Menschen geschaffene „sekundäre Wildnis“ wie Truppenübungsplätze und Bergbaufolgelandschaften (in Deutschland). Bei uns beträgt die Fläche eines Rudelstreifgebietes im Durchschnitt 250 km2 (200 – 350 km2), das entspricht 25.000 ha (der Landkreis Barnim ist rd. 1.500 km2 groß). Auf dieser Fläche jagt nur eine Wolfsfamilie (Wolfspaar mit diesjährigen und dem Rest der letztjährigen Welpen) und verteidigt sie auch gegen durchwandernde fremde Wölfe.
Wölfe scheuen sich nicht, Siedlungen in ihr Streifgebiet einzubeziehen (analog: Fuchs, Wildschwein), weichen aber einer direkten Begegnung mit dem Menschen nach Möglichkeit aus. Nur wenn einzelne Wölfe durch Anfüttern o.ä. ihre natürliche Vorsicht und Scheu gegenüber dem Menschen verlieren, kann es zu direkten, unangenehmen und gefährlichen Kontakten kommen. Bisher sind in Deutschland Wölfe noch nie aggressiv gegenüber Menschen aufgetreten, doch muss eine Gewöhnung durch Futter unbedingt vermieden werden.
Ihrem Verhalten nach zu urteilen kann man Wölfe fast schon als Kulturfolger bezeichnen; sie nutzen die vom Menschen gestaltete Kulturlandschaft genauso erfolgreich wie eine reine Naturlandschaft. Allerdings schafft die Nähe zum Menschen auch Probleme, die sich jedoch bewältigen lassen:
Nutztiere lassen sich mit Zäunen und – wo dies gewünscht und sinnvoll ist – den Einsatz von Herdenschutzhunden gut schützen; konkrete und irrationales Ängste, den Wolf betreffend, lassen sich durch Aufklärung, Wissen und Kenntniszuwachs begegnen. Letztendlich ist der Wolf ein einheimisches Wildtier wie viele andere auch: er kann uns lästig fallen, er kann Probleme verursachen, er hat aber das gleiche Existenzrecht wie alle anderen auch, und manchmal kann er uns auch nützen: er trägt weit besser als wir zur Gesunderhaltung der natürlichen Lebensgemeinschaften bei, er lehrt uns, was Faszination und Ehrfurcht gegenüber der wilden Kreatur heißt, und letztendlich zeigt sich an unserem Umgang mit dem Wolf auch, ob wir – als Kulturnation – in der Lage sind, auch unbequemen Mitgeschöpfen ein Lebensrecht einzuräumen und uns mit ihnen zu arrangieren.

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