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Präventionsmaßnahmen intensiviert

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Umweltminister Axel Vogel weiht Herdenschutzgehege im Wildpark Schorfheide ein

10. Juli 2020 - Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg

Potsdam – Aktuell gibt es in Brandenburg 49 Wolfsterritorien. Das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium Brandenburg hat in den letzten Jahren die Förderung von Präventionsmaßnahmen gegen Wolfsübergriffen nahezu stetig erhöht. Mit dem heute von Agrarumweltminister Axel Vogel eingeweihten Herdenschutzgehege im Wolfsinformationszentrum im Wildpark Schorfheide wird ein weiterer Beitrag zur Information der Nutztierhalter im Land geleistet.

Das Schaugehege zeigt den Besucherinnen und Besuchern an konkreten Beispielen, wie effektiver Herdenschutz funktionieren kann. Als wirksamstes Mittel haben sich stromgeführte Zäune in Kombination mit gut ausgebildeten und geprüften Herdenschutzhunden erwiesen. Beides wird im Wildpark demonstriert, ebenso der korrekte Aufbau der Zäune. Erfahrungsgemäß liegen hier häufig die Schwachstellen des Herdenschutzes.

Umweltminister Axel Vogel: „Der Schaf- und der Rinderzuchtverband sind uns wichtige Partner bei der Umsetzung von Präventionsmaßnahmen vor Übergriffen durch den Wolf. Wir sind deshalb in engem Austausch mit den Weidetierhaltern und unterstützen deren wichtige Arbeit in Form von Präventionsmaßnahmen. Wir fördern den Erwerb der technischen Ausstattungen wie Zubehör und Zäune. Die Anschaffung von geprüften Herdenschutzhunden sowie deren Ausbildung unterstützen wir mit bis zu 4.000 Euro. In diesem Jahr wurden bereits 134 Präventionsprojekte mit einem Volumen von fast 1.400.000 Euro gefördert. Auch die Beratungen von Halterinnen und Haltern haben wir intensiviert. Im Wolfsinformationszentrum finden praxisnahe Schulungen statt. Mit dem neuen Herdenschutzgehege im Wildpark Schorfheide, das mit Unterstützung des World Wide Fund for Nature WWF Deutschland errichtet wurde, werden Präventionsmaßnahmen für einen effektiven Herdenschutz auch praktisch vor Ort demonstriert."

Umweltminister Vogel kündigte weitere Unterstützung an. „Künftig wollen wir auch bei den Kosten für das Hundefutter unterstützen. Der Rahmenplan der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur & Küstenschutz (GAK) wird für Präventionsmaßnahmen und laufende Betriebskosten zum Schutz vor Schäden durch den Wolf in eine Landesförderrichtlinie umgesetzt. Diese Richtlinie steht kurz vor dem Abschluss. Sobald die durch den Bund zu organisierende Notifizierung bei der EU-Kommission vorliegt, werden wir die Antragsunterlagen auf Zahlung der Betriebskosten bereitstellen. Wir prüfen zudem, ob auf Basis von De-minimis bereits in der Sommerpause begonnen werden kann", so Axel Vogel.

Mit dem Herdenschutzgehege, in dem eine Herde aus verschiedenen Weidetierarten mit zwei Herdenschutzhunden lebt, sollen künftig auch Präventionsmaßnahmen in der Rinderhaltung mehr in den Focus gerückt werden, um mit gezielten Schutzmaßnahmen Wolfsübergriffe auf Kälber in deren ersten Lebenswochen zu verhindern.

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