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"HERZSICHER Barnim"

, Landkreis Barnim/Rettungsdienst Landkreis Barnim GmbH

Neuer AED-Standort an der ProCurand Seniorenresidenz Nordend in Eberswalde geht in Betrieb

Mit dem weiteren Ausbau der öffentlich zugänglichen lebensrettenden Defibrillatoren im Landkreis Barnim setzt das Projekt "Herzsicher" einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung regionaler Gesundheits- und Sicherheitsvorsorge. Am 16. Februar 2026 übergaben der Bürgermeister der Stadt Eberswalde, Götz Herrmann, und der Landrat des Landkreises Barnim, Daniel Kurth, gemeinsam mit der Geschäftsführerin der ProCurand Residenz Nordend, Judith Bögelsack, offiziell einen neuen Automatisierten Externen Defibrillator (AED) am Standort Eberswalde-Nordend.

Der AED wird direkt am Eingang der ProCurand Seniorenresidenz Nordend montiert und ergänzt das flächendeckende Defibrillatoren-Netz im Landkreis. Das Projekt "Herzsicher" verbessert die Versorgung bei plötzlichem Herzstillstand und erhöht die Überlebensrate durch frühzeitigen Eingriff. Träger sind die Rettungsdienst Landkreis Barnim GmbH, der Landkreis Barnim und die Björn-Steiger-Stiftung. Finanziert wurde das Gerät durch die Stadtwerke Eberswalde, die so ihr Engagement für Gesundheitsvorsorge und gesellschaftliche Verantwortung in der Region unterstreichen.

"Wir machen den Barnim Schritt für Schritt herzsicherer. Öffentliche Defibrillatoren wie dieser hier sind keine nice-to-have-Anschaffung, sondern echte Prävention - sie können Minuten gewinnen, wenn jede Sekunde zählt", so Landrat Daniel Kurth. Er betont, dass ein AED-Gerät schon vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes Leben retten kann.

Bürgermeister Götz Herrmann betont: "Ein Defibrillator in unmittelbarer Nähe einer Seniorenresidenz steht nicht nur für Gesundheitsvorsorge, sondern für gelebte Gemeinschaftsverantwortung. Die öffentliche Zugänglichkeit dieser Geräte und ihre einfache Handhabung, auch für Laien, sind zentrale Elemente der ‚Herzsicher'-Strategie." Präventive Maßnahmen wie diese retten im Notfall Leben.

Judith Bögelsack stellte den Anwesenden zudem das innovative Konzept der ProCurand Residenz Nordend vor. Die Einrichtung bietet moderne, barrierefreie Apartments mit Service, attraktive Begegnungsräume, eine Tagespflege und eine ambulant betreute Wohngemeinschaft. Sie fördert ein inklusives, soziales Miteinander - ein Ort, an dem Sicherheit, Dienstleistung und Lebensqualität Hand in Hand gehen unter dem Motto der ProCurand "Wir pflege Lebensfreude".

Der Landkreis Barnim steht - wie viele Regionen in Brandenburg - vor einem tiefgreifenden demografischen Wandel. Der Anteil älterer Menschen nimmt kontinuierlich zu, während klassische familiäre Unterstützungsstrukturen zunehmend wegfallen. Altersgerechtes Wohnen wird damit nicht nur zu einer sozialen Aufgabe, sondern zu einer zentralen infrastrukturellen Herausforderung für Kommunen, Träger und Politik.

Vor diesem Hintergrund gewinnt die neu geschaffene ProCurand Residenz Nordend in Eberswalde besondere Bedeutung. Sie steht für moderne Wohn- und Betreuungskonzepte, die Selbstständigkeit, Sicherheit und soziale Teilhabe vereinen. Ziel ist es, älteren Menschen ein Leben in Würde und Eigenständigkeit in vertrauter Umgebung zu ermöglichen, ohne sie frühzeitig aus ihrem sozialen Umfeld zu reißen.

"Altersgerechtes Wohnen bedeutet heute weit mehr als Barrierefreiheit", betont Geschäftsführerin Judith Bögelsack. "Es geht um verlässliche Versorgungsstrukturen, kurze Wege, soziale Einbindung und vor allem um Sicherheit - sowohl im Alltag als auch im medizinischen Notfall." Durch die Kombination aus betreuten Wohnformen, ambulanter Unterstützung und einer offenen Einbindung ins Quartier wird die Residenz Nordend zu einem wichtigen Baustein für eine zukunftsfähige Seniorenversorgung im Barnim.

Die Installation des frei zugänglichen AEDs an der ProCurand Residenz Nordend ist Teil eines ganzheitlichen Sicherheitsverständnisses. Es sorgt für schnelle Verfügbarkeit lebensrettender Technik, was gerade in Wohnformen für ältere Menschen entscheidend ist. Der neue AED stärkt die Sicherheit der Bewohner sowie des gesamten Quartiers.

Die Residenz versteht sich als integrativer Bestandteil des städtischen Lebensraums, in dem altersgerechtes Wohnen nicht isoliert, sondern als Teil eines quartiersbezogenen Ansatzes gelebt wird. Diese Verbindung aus Sicherheitsinfrastruktur, medizinischer Vorsorge und sozialer Einbindung zeigt, wie zukunftsfähige Wohn- und Versorgungsmodelle im Landkreis Barnim aussehen können.

Landrat Daniel Kurth unterstreicht: "Wenn wir über altersgerechtes Wohnen sprechen, müssen wir Wohnen, Gesundheit und Prävention zusammendenken. Projekte wie diese zeigen, wie kommunale Verantwortung, private Träger und regionale Initiativen sinnvoll ineinandergreifen können."

Robert Bachmann
Pressesprecher