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Annahme von Dachpappe mit Asbestfasern wird deutlich teurer

Bis zu 700 Euro pro Tonne auf Recyclinghöfen in Bernau und Eberswalde

Der Preis für die Annahme von teerhaltiger Dachpappe mit Asbestfasern auf den Recyclinghöfen der Barnimer Dienstleistungsgesellschaft (BDG) in Eberswalde und Bernau wird sich zum 1. April deutlich erhöhen. Der Barnimer Kreistag beschloss in seiner jüngsten Sitzung eine entsprechende Änderungssatzung. Diese Maßnahme wurde notwendig, weil in der jüngeren Vergangenheit wiederholt Dachpappen und Bitumenabfälle mit Asbestfasern entsorgt wurden und der Landesgesetzgeber deswegen schärfere Bestimmungen erlassen hatte.
Bisher wurden diese Abfälle dem Verfahren der thermischen Verwertung zugeführt. Da jedoch Asbestfasern als krebserregend gelten und somit hochgradig gesundheitsschädlich sind, ist eine unkontrollierte Freisetzung eben dieser Fasern beim Verbrennungsprozess nicht auszuschließen. Es müssen somit deutlich strengere Anforderungen an die Entsorgung dieser Abfälle gestellt werden. Diese sind allerdings mit Mehrkosten für den Entsorger verbunden.
Ab dem 1. April 2019 erfolgt daher die Annahme von Kohlenteer und teerhaltigen Produkten (Dachpappe mit weniger als 5 Prozent Störstoffen und ohne Begrenzung der Abmessung) sowie Kohlenteer und teerhaltigen Produkten (Dachpappe mit 5 bis 20 Prozent Störstoffen und ohne Begrenzung der Abmessung) nur zum bestehenden Preis von 300 Euro je Tonne beziehungsweise 380 Euro je Tonnen, wenn der Nachweis der Faserfreiheit von karzinogenen Stoffen (Asbest) in Form einer Deklarationsanalyse vorgelegt wird. Erfolgt diese Vorlage nicht, wird die Dachpappe als teerhaltiger Dachpappenabfall mit karzinogenen Fasern eingestuft. In diesem Fall werden 700 Euro je Tonne berechnet.
Für weitere Informationen wenden sie sich bitte an das Bodenschutzamt des Landkreises Barnim,
Telefon 03334 214-1506.

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